Ausflug nach Hannō (Saitama) mit Kind

In letzter Zeit verbringe ich beide Wochenendtage sehr oft bei mir in der Umgebung.
Alles was nicht mit Fahrrad oder zu Fuß erreichbar ist, besuche ich nicht.
Das nervt mich selbst, weshalb ich mir am langen Wochenende für einen Tag ein etwas weiteres Ziel ausgesucht habe.

So schnappte ich mir eines Vormittags den Kinderwagen und Chibi Mamo-chan und machte mich auf den Weg nach Hannō.

Diese kleine Stadt ist ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Chichibu, welches ein beliebtes Ausflugsziel ist und auch noch auf meiner Liste ganz oben steht.

Aber warum Hannō? Ganz einfach! Dort gibt es einen Garten, der obendrauf noch in den japanischen Top 100 auftaucht. Und ich war noch nie dort ^_-

Mit der Seibu Ikebukuro Linie kommt man direkt von Ikebukuro nach Hanno. Es gibt unterschiedliche Expresszüge, die ein nochmaliges Umsteigen eventuell notwendig machen.
Ich fuhr mit dem F-Liner bis Kotesashi und stieg dort in den Local nach Hannō.
Hätte ich bis nach Chichibu gewollt, hätte ich hier noch einmal umsteigen müssen.
Auf dem Rückweg erwischte ich einen echten Express, der bis nach Ikebukuro durchfuhr.

In Hannō angekommen wendete ich mich zum Nordausgang und stellte mit Begeisterung fest, dass es sofort hinter der Ticketschranke ein Mister Donuts und ein Starbucks gab. Auf der anderen Seite ein Uniqlo und ein Daiso.
Hannō ist also nicht das Ende der Welt!

Ich besuchte jedoch nichts von alledem, denn ich suchte einen Platz in der Sonne um mit Chibi Mamo-chan Mittag zu essen.
Ich hatte mir dafür etwas im Konbini gekauft und der Lütte hatte ein Bento dabei.

Auf der Karte hatte ich gesehen, dass man mit ein wenig Umweg über ein trockenes Flussbett und zwei Parks bis zum Tempel kommen kann.
Den Weg wollte ich einschlagen.
Bis zum Fluss ging auch alles gut, doch dann merkte ich schnell, dass Hannō nicht sehr Kinderwagenfreundlich ist.
Für den Tempel hatte ich das erwartet, aber die Probleme auf dem Hinweg waren leicht nervig.

Vor dem Fluss sollte laut Karte ein Weg nach rechts zum trockenen Flussbett abzweigen. Das tat er auch in Form einer sehr engen Treppe.
Treppen sind im Prinzip kein Problem, vermeide ich aber natürlich gerne. Ich muss mir dann den Lütten auf den Rücken schnallen, mir die Tasche umhängen und den 10kg Wagen zusammen falten und über einem Arm tragen. Das geht, aber wenn die Treppe zu schmal ist, ist es nicht sehr sicher. Mit Chibi Mamo-chan das Gleichgewicht zu verlieren ist mein Albtraum.

Also ging ich über die Brücke, genoss den Ausblick und wollte auf der anderen Seite gucken, ob ein Weg nach unten führte. Tat er! Wunderbar breit, jedoch versperrt mit Pollern und Ketten und kein Durchkommen für einen Kinderwagen, außer man hebt ihn rüber. Aber alles aus- und abladen dafür? Nö…
Dann doch lieber zurück und den regulären Weg nach unten nehmen, über den auch Autos bis zum Parkplatz kommen.
Doch auch hier: zwar kommt man mit Kinderwagen an die Promenade des trockenen Flussbetts (das gar nicht so trocken ist), doch ist der Weg leicht holprig und hat Stufen.
Ganz am Ende des Schotterparkplatzes mit Massen an Schlaglöchern gab es scheinbar noch einen Zugang ohne Treppen, aber.. ja ne! Wir haben die drei Stufen genommen, die sind mit meinem Kinderwagen kein Problem.
Am Fluss gab es Mittag für uns Beide, wobei Chibi Mamo-chan nicht nur glücklich seins aufaß, sondern auch noch von meinem verlangte. Besonders angetan hat es ihm der Onigiri mit gerilltem Lachs. Den hätte er wahrscheinlich noch ganz alleine aufgegessen.
Als es nun zum Tempel gehen sollte, konnten wir nicht an der Promenade entlang, da es für den Kinderwagen, wie üblich, keinen Weg zur Straße zurück gegeben hätte. So nahmen wir also gleich die Straße.
Nach zwei Bergen, einer steil und einer nicht ganz so steil, kamen wir am Tempel an.

Tempel verfügen traditionell über ein großes Tor mit Schwelle. Manchmal kann man außen herum und manchmal nicht.
Hinter dem Tor lag jedoch ein Schotterberg und danach Treppen, die zu den Gebäuden hinauf führten. Also entschied ich mich gleich dafür den Lütten auf den Rücken zu nehmen und den Kinderwagen auf dem Parkplatz zu lassen.
Meine Wertsachen nahm ich mit, dann wurde die Wickeltasche samt Kinderwagen mit Fahrradschloss an einen Strommast angebunden.

Ich hatte dieses Mal mein Tempelbuch dabei um mir einen Stempel zu holen. Leider war an diesem Sonntag niemand dort, der direkt malte, so bekam ich nur ein Papier zum Einkleben. Normalerweise gibt man das Buch vorne ab und kann es wieder abholen wenn man mit der Runde durch den Tempel fertig ist. Weshalb ich dieses Mal vorher bezahlte, mein Buch mit mir herumschleppte und später den Zettel abholte, obwohl sie ihn mir vorher schon gezeigt hatte, ist mir schleierhaft. Wenn ich schon das Buch mit mir herumtrage, dann hätte ich es doch auch gleich mit dem Zettel zusammen tun können? Oder gibt es irgendwo eine Regel, dass man Shuin erst beim Verlassen erhalten darf? Keine Ahnung.

Auf jeden Fall fand ich es so ein wenig doof, weil mich die dicke Tasche beim Fotografieren behinderte. Als ob der lustig mit den Beinen schlenkernde und sich aus der Tragehilfe heraus beugende Chibi Mamo-chan nicht schon für genug Verwackler sorgte…

Ich möchte euch nicht mit zu vielen Einzelheiten über den Garten nerven. Also nur in Kürze: über den Garten um das shoin herum findet man keine Informationen. Er ist mit karikomi und behauenen Steinquadern gestaltet und ein karesansui Garten.
Er gefiel mir sehr!

Der eigentliche Hauptgarten liegt hinter der Haupthalle. Er datiert zurück bis zur Momoyama Zeit (1573 – 1603) und steht auf der Liste Japans berühmtester 100 Gärten.
Es ist ein Garten im jōge-nidanshiki Stil. Das bedeutet, er ist mit zwei Ebenen an einem Berg angelegt, zu dessen Fuß sich ein kleiner See befindet.
Dieser Stil war in der Momoyama Zeit sehr beliebt und wurde besonders gerne von Kobori Enshu und seinen Schülern benutzt.
Man findet einige Beispiele solcher Gärten in der Präfektur Shizuoka und Aichi.

Während meiner Runde im Tempel wurde der Lütte immer quengliger… Kein Wunder, er war müde…
Eigentlich hatte mein Plan wie folgt ausgesehen:
Wir kommen in Hannō an, essen, er schläft ein, ich fahre ihn Spazieren, wir besuchen den Tempel, er läuft etwas im Park, wir fahren nach Hause.
Vielleicht hätte ich Chibi Mamo-chan diesen Plan mitteilen sollen, denn er schlief nicht nach dem Essen ein, sondern kurz bevor ich unseren Tempelbesuch für beendet erklärte. Auf meinem Rücken… Nicht im Kinderwagen..
Irgendwie schaffte ich es dann aber ihn vom Rücken in den Kinderwagen zu bugsieren ohne dass er aufwachte.

Ein Wanderweg führt über einen Friedhof. Nur in Japan?

Auch änderte ich den Plan komplett. Ich wollte den Mittagsschlaf nutzen um nach Hause zu kommen. Bahnfahrten sind ja langweilig und ich dachte mir, es wäre besser für den Lütten alles zu verschlafen und dann frisch und munter zu Hause noch ein wenig zu toben.
Der Plan ging auch fast auf, er erwachte ein paar Stationen vor unserer. Aber so waren wir gegen 15 Uhr wieder zu Hause und konnten den restlichen Tag mit Spielen verbringen!


Anfahrt nach Hannō:
Mit der Seibu Ikebukuro Linie von Ikebukuro nach Hannō.
Fahrt mit Express dauert 50 Minuten.
Reguläre Fahrtkosten: 470 Yen

Adresse Nōnin-ji:
1329 Hannō, Hannō City, Saitama 357-0063
〒357-0063 埼玉県飯能市飯能 1329

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Drowning in Work

Nein, keine Angst, ich schreibe nicht auf Englisch..
Auch wenn es leicht passieren koennte, da ich momentan sogar oft auf Englisch denke…
Das kommt davon, wenn man grade viel mit Englisch arbeitet und ständig auf Social Media auf Englisch kommuniziert.
Wird mal wieder Zeit fuer ein Deutsch-Meet-up!

So.. Wie ihr bemerkt habt, war es hier in letzter Zeit wieder sehr ruhig.. Das mehrere Gruende:

Gibt’s in unserem Shop zu kaufen (ab 19. Juni – Vorverkauf laeuft!)
① Ich hatte sehr viel Design Arbeit. Ein Projekt nur fuer mich alleine und ein paar Aenderungen an alten Projekten von mir (die Gärten sind teilweise ueber 2 Jahre alt und brauchen Pflege).
① Mein Kleiner war im Mai 2x krank. Schoen mit Fieber und allem drum und dran. Aber wenigstens eine typische Kinderkrankheit, das Drei-Tage-Fieber, koennen wir jetzt abhaken.
① Ins Drei-Tage-Fieber fielen zwei meiner Deadlines, weshalb ich auch am Wochenende wo es ging gearbeitet habe. Vielen Dank an meinen Mann fuer die Unterstuetzung!
① Ich mache momentan sehr viel Social Media fuer Real Japanese Gardens, dazu später mehr.
① Um ein wenig Relax-Zeit einzubauen, spiele ich auf den Bahnfahrten jetzt „Goddess: Primal Chaos“. Da habe ich also keine Zeit mehr zum Blog schreiben…
① Ich muss Badehosen fuer Chibi Mamo-chan naehen und ich habe keine Lust…

Btw., durch den ganzen Stress mit LO’s Krankheiten und Co., bin ich auch etwas angeschlagen mit Schlafmangel und Halsschmerzen und so. Ein wenig doof…

Aber jetzt zu meiner Arbeit an Real Japanese Gardens.
Dieses Jahr wollte ich viel machen und viel voran kommen.
Seit ich wieder arbeite habe ich ein Buch veröffentlicht, das nächste steht kurz vor der Vollendung und das übernächste ist auch schon in Bearbeitung.
Ich habe Flyer drucken lassen, die zumindest schonmal in zwei Guesthouses in Tokyo ausliegen und die erste Postkarten“serie“ gibt es auch.
Ich gucke mich nach Möglichkeiten für anderes Merchendise um, hole Kostenvoranschläge ein und und und!
Natürlich kostet Merchendise, oder auch ein Buchprojekt, das ich gerne in Angriff nehmen möchte, erstmal Geld.
Geld, das ich nicht habe… Postkarten, Verpackungsmaterial etc. zahle ich bisher aus eigener Tasche.. Geld, das ich eigentlich lieber für Chibi Mamo-chan sparen würde.
Daher versuche ich grade mein Glück mit Patreon und stecke in die Beiträge dort noch recht viel freie Social Media Zeit.
Nebenbei arbeite ich an verschiedenen Formaten fuer meine Posts auf Facebook, Instagram und Pinterest. Ich versuche mehr klicks auf die Links und sonstige Interaktionen zu erreichen, was nicht so leicht ist.
Was Kommentare angeht habe ich bisher die besten Erfahrungen auf unserem Blog gemacht, aber zum Blog schreiben komme ich kaum *seufz*
Jaja.. Immer dieses Zeit Problem..
Patreon Header
Aber zurück zu Patreon.
Patreon ist eine Seite für Creator und deren Anhänger. Die Gebiete sind breit gefächert, von Künstler, die im Manga oder Comicstil zeichnen, über Cosplayer, zu Gamern, Schriftstellern und Art-Porn, alles ist vertreten.
Das Patron-system war früher vor allem bei Künstlern sehr verbreitet. Da zahlen die „Fans“ den Malern Geld, damit diese ihre Bilder malen konnten. Meist hatten die Patrone dann ein Vorkaufsrecht.
Aehnlich funktioniert Patreon auch.
Die Künstler geben „Belohnungen“ fuer ihre Patrone. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Viele Zeichner geben zum Beispiel live-Videos wenn sie zeichnen oder Original Art.
Das ganze kann gestaffelt werden. Je mehr Geld ein Patron gibt, desto mehr Belohnungen bekommt er.
So habe ich es auch angelegt.
Bei Real Japanese Gardens gibt es Belohnungen ab 1 Dollar und es wird immer mehr bis 25 Dollar.
Es gibt Zugang zum speziellen Blog, Beratungsangebote zu Gärten, Rabatt in unserem Online Shop, jedes eBook umsonst (fuer 25 Dollar Tier oder zumindest einen Rabatt auf dieses).

Im Tagebuch gibt es solche Aussichten auf meinen „Monday-Morning“ Schreibtisch.
Ich versuche mir immer neue interessante Dinge auszudenken, so bekommen höhere Tiers zum Beispiel am Ende eines Design Projekts eine ausführliche Uebersicht über die Arbeitschritte und Zugang zu den verworfenen Designideen und Skizzen wenn vorhanden.
Für alle Patrone werde ich unsere Instagram Stories speichern und auf Patreon hochladen.
Und noch so einiges mehr.
Ich denke, für alle Interessierten an Japan, Gartengestaltung, Japanischen Gärten und mir (haha), ist zumindest der 1 Dollar Step schon interessant.
Bitte schaut doch wenigstens mal rein. Wenn ihr mögt unterstützt meine Arbeit dort, 1 Dollar ist nun echt nicht viel, und lest kurze Beiträge über was ich so den Tag bei der Arbeit treibe. Man erhält übrigens Zugriff auf alle früheren Belohnungen!
Und man kann das Abo natürlich auch jederzeit kündigen.

Also dann.. Unterstützt mich! 💕

Ps. Diesen Beitrag habe ich bei der Arbeit geschrieben, Promo ist ja schliesslich Arbeit, oder? Sonst hätte ich kaum Zeit dafür gefunden -.-‚
Pps. Verzeiht eventuell verblieben oe’s, ue’s, ae’s und falsche ss‘. Möglicherweise habe ich viele nicht gesehen.. -> Japanische Tastatur…

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Garten Tour durch den Korakuen und Tonogayato-teien

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Im April habe ich zwei von Tokyos Gaerten drei deutschen Touristen gezeigt.
Es hat mir unglaublich Spass gemacht die Geschichte hinter den unterschiedlichen Gartenstilen und Elementen zu erklaeren!
Ich liebe es einfach ueber Japan zu sprechen!
Und wenn die Leute auch noch interessiert sind und Fragen stellen, ist es umso besser! Dann weiss ich, dass sie meinen Erklaerungen mit Interesse folge, darueber nachdenken, was ich ihnen erzaehlt habe und es bilden sich neue Fragen.
Das ist mein Ziel! Ich moechte das Interesse fuer Japanische Kultur und Traditionen wecken! Und natuerlich das Interesse an Japanischen Gaerten!

Ich hatte wirklich Spass mit den drei Touristen + dem einen Bewohner Tokyos!
Vielen Dank noc mal an euch, dass ihr mir die Moeglichkeit gegeben habt ein wenig ueber Gaerten zu sprechen und so einen tollen Tag zu verleben.

Ihr wisst ja vielleicht schon, dass es nicht meine erste Tour durch Tokyo war. Hier koennt ihr von meiner nicht so Garten-orientierten Tour lesen: klick.

Diese beiden Male wurde ich viele Dinge gefragt. Nicht nur ueber Geschichte, sondern auch ueber das momentane Leben in Japan und vor allem wie es ist als Auslaender in Tokyo zu leben.

Da faellt mir ein, genau ueber das Thema habe ich letztes Wochenende zu fuenf neuen Gaertner-Praktikanten aus Deutschland gesprochen. Ende der Woche werden sie aus Tokyo abreisen und in ganz Japan etwas ueber Landwirtschaft oder Gaertnern in Japan lernen.

Aber zurueck zum Gartenbesuch mit meinen vier Deutschen.
Als ich so eine Tour letztes Jahr mit einigen Freunden getestet hatte, ist mir aufgefallen, dass es fuer manche etwas anstrengend war mehr als zwei Gaerten zu besuchen. Besonders wenn sie nicht extrem interessiert an Japanischen Gaerten sind, sondern es einfach nur geniessen im Gruenen spazieren zu gehen und der Hektik der Grossstadt zu entfliehen.
Also beschloss ich dieses Mal nur zwei Gaerten mit den zwar Garteninteressierten, aber nicht besonders auf Japanische Gaerten festgelegten Deutschen zu besuchen.

Zuerst ging es zum Koishikawa Korakuen.
Obwohl ich ihn nicht so gerne mag, gehoert er doch zu den Gaerten, die ich am meisten besuche. Weil er eines der besten Beispiele fuer einen Garten der Edo Zeit ist.
Er wurde sehr gut restauriert und besitzt immer noch zwei Original-Bauwerke aus der Zeit seiner Entstehung.

Dank meiner letzten Forschungsergebnisse zum Thema Geschichte der Japanischen Gaerten, konnte ich wirklich viel ueber den Garten erzaehlen. Warum er so aussieht wie er aussieht und ueber die Gedanken hinter dem Design.
Was immer noch ein wenig schwer ist, sind Fragen zu speziellen Steinen oder Inseln. Wie „Was bedeutet die Steinkombination da im See?“ Aber ich gebe immer mein Bestes alles so gut wie moeglich zu erklaeren.
Es gibt auch Informationsschilder neben fast jeder speziellen Konstruktion. Ich habe sie genutzt um meiner Stimme die eine oder andere Pause zu goennen. Die Besucher koennen sie selbst lesen und weiterfuehrende Fragen stellen. Oder ich erklaere aber die Kanji in den Namen dieser Konstruktionen, die ihnen oftmals eine spezielle Bedeutung geben.
Koishikawa Korakuen ist einer der meist besuchten Gaerten in Tokyo. Es gibt Tonnen an Informationen im Internet, aber ich versuche auch immer Informationen zu geben, die man nicht ueberall geschrieben findet.
Das Internet ist ein toller Ort um schnell Informationen zu bekommen, aber man muss auch vorsichtig sein. Ich habe schon eine populaere Touristenwebseite gefunden, wo jemand etwas ueber den „Naitei“ schrieb, aber Fotos von einem total anderen Teil des Gartens zeigte. Ich hatte eine kurze Diskussion darueber, gab aber bald auf.
Bitte checkt die Informationen auf mehreren Webseiten!

After explaining the fullmoon-bridge, everyone tried of course!
Nachdem ich die Vollmond-Bruecke erklaert habe, hat sie natuerlich jeder ausprobiert.

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Korakuen was empty and I still considered where all visitors were. We found them in Naitei taking pictures.
Korakuen war total leer und ich frage mich schon, wo die ganzen Besucher sind. Wir fanden sie im Naitei beim Fotografieren.

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Zwischen dem Besuch im Koishikawa Korakuen und dem naechsten Garten besuchten wir ein kleines suesses Cafe, das „auf“ den Ueberresten eines Wassergrabens des Edoschlosses errichtet wurde. Danach sind wir durch Kagurazaka gelaufen, einem alten Geishaviertel. Auch heute noch arbeiten Geisha dort, allerding wird man sie nicht zu sehen bekommen. Geisha in Tokyo sind sehr selten!
Von einer kleinen Bahnstation aus aus ging es nach Kokubunji um den Tonogayato teien zu besuchen. Das ist ein Garten aus der Taisho/ Showa Periode.
Dieser Garten ist ein Juwel! Kaum ein auslaendischer Tourist kennt ihn und es gibt nur spaerliche Informationen.. Ich habe eine tolle englischsprachige Webseite gefunden, auf der der Autor von einem dicken Fehler gesprochen hat. Auch ich kenne diesen fehler, den man auf fast allen Webseiten, sogar der Offiziellen und in den Broschueren findet. Ich war so gluecklich diese Webseite zu entdecken und zu wissen, dass ich nicht die einzige bin, die gruendliche Recherche betreibt und ihren Kopf benutzt!
Der Tonogayato teien ist ein Ort, an dem man sich hinsetzen und wirklich entspannen kann. Und genau das taten wir. Wir sassen im Kouyou-tei und blickten auf den Teich unter uns. Ab und zu zogen wir die Knie ein um die Kinder vorbeizulassen, die am Hang und um das Teehaus herum spielten.
Als die Lautsprecher mitteilten, dass der Garten bald schliessen wuerde, standen wir etwas traurig auf und beendeten die Runde durch den Garten.

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View from the Kouyou-tei.
Der Blick vom Kouyou-tei.

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Wenn man zuerst den Korakuen besucht hat, ist der Tonogayato teien ein tolles Beispiel dafuer, wie sich die Gaerten nach der Edo Zeit veraenderten. Man kann immer noch die gemeinsame Struktur erkennen, aber trotzdem auch die Weiterentwicklung in eine andere Richtung.

Mit einem tollen Abendessen in einem Yakiniku-Restaurant beendeten wir die Garten Tour. Ich hoffe, jeder hatte wirklich so viel Spass wie er behauptete.
Und ich hoffe, die naechste Tour laesst nicht lange auf sich warten! Es macht so viel Spass direkt ueber Japanische Gaerten zu sprechen und die Reaktionen der Menschen zu sehen. Es ist wie das schreiben eines Reisefuehrers, nur dass man die Rezensionen sofort bekommt :)


In April, I showed two of Tokyos gardens to three German tourists.
It was so much fun to explain the history behind the different garden styles and elements of the gardens!
I love to talk about Japan! When people are interested and ask questions, it is best. I know they are following my explanations with interest and thinking about what I told them and then more questions are forming in their minds.
This is my personal goal, getting people interested in Japanese culture, traditions and.. of course Japanese gardens!

I had so much fun with those three tourists + one Tokyo resident!
Really want to thank them again for giving me the opportunity to talk about gardens and having a great day together.

Actually, it was not the first time I gave a tour through Tokyo. It was no specific garden tour, but a tour through Akasaka area to Tokyo station and then Shinjuku.

Both times, I was asked a lot of questions. Not only about history, but also about current life in Japan and especially how it is to live in Tokyo as a foreigner.

Oh! That’s when I realized, I talked about that special topic last weekend when five new gardening interns arrived from Germany. Next week they will depart from Tokyo to all over Japan to learn either Japanese gardening or Japanese agriculture.

But back to my garden visit with four fellow Germans.
When I had a test tour with some friends last year, I realized that it is exhausting for some to visit more than two gardens. Especially when they’re not really really interested in Japanese gardens, but only like to visit them to walk around in some greenery and enjoy the calming atmosphere in the always vibrant city.
So I decided to only visit two gardens with the, although garden interested, but not that much attached to Japanese gardens, Germans.

We first headed to Koishikawa Korakuen.
Although I do not like it that much, it is one of the gardens I visit most often. That is, because it is one of the greatest examples for a garden of Edo period.
It was reconstructed very well and there are still two original constructions from the time the garden was built.
Due to my latest research about Japanese Garden History, I could really explain a lot about the garden. Why it looks like how it looks like and what thoughts are behind the design.
What is still difficult are questions about special rocks or islands. Like “what does that rock combination in the lake means?”. But I am always giving my best to explain everything well.
There are also information signs beside almost every special construction. I used them to get my voice some rest. People can read by themselves and ask additional questions. Or I am explaining the Kanji in the names, which often give a special meaning to place.
Koishikawa Korakuen is one of the most often visited gardens in Tokyo. There are tons of information in the Internet, but I try to give information, that are not written everywhere else.
The internet is a great place to get information, but one has to be very cautious. So I already found a frequently visited tourist website, where someone wrote about the “Naitei” but showed pictures of a totally different part of the garden. I had a short discussion about that, but gave up.
Please always double-check with different sources!

Between the Koishikawa Korakuen and the next garden, we visited a very cute cafe on top of the remaining of Edo castles moat and then walked through Kagurazaka, an old Geisha district of Tokyo. There are still Geisha working there, but I guess you will never see one. Geisha in Tokyo are rare!
From a small train station, we went to Kokubunji station to visit the Tonogayato teien, a garden from Taisho / Showa period.
This garden is a jewel! It is almost unknown among tourists and there are very few information. I found one great website in English, where the author wrote about one great mistake, almost everyone makes. Yes, I knew about this mistake, because I do my research very well. It is so sad, that this mistake is also written on the official websites and in the pamphlet. So it made me so happy to find a fellow garden lover, who really is into the subject!
The Tonogayato teien is a place where one can sit down and truly can calm down. And so we did. We sit in the Kouyou-tei and looked down at the pond. Sometimes only moved our legs to make room for the children playing at the rift and around the tea house.
When the speaker told us, that the garden would close soon, we sadly got up to finish the route through the garden.

When first visiting Korakuen, Tonogayato teien is a great example how the gardens changed after Edo period. One can still see the same structure of the gardens, but also the development in a new direction.

With a great dinner at a Yakiniku restaurant, our tour ended. I hope everyone really enjoyed it, as they told me.
And I also hope, the next garden tour will come soon! It is so much fun to directly tell people and get the reactions. It is like writing a guide book life and getting reviews asap :)