Drowning in Work

Nein, keine Angst, ich schreibe nicht auf Englisch..
Auch wenn es leicht passieren koennte, da ich momentan sogar oft auf Englisch denke…
Das kommt davon, wenn man grade viel mit Englisch arbeitet und ständig auf Social Media auf Englisch kommuniziert.
Wird mal wieder Zeit fuer ein Deutsch-Meet-up!

So.. Wie ihr bemerkt habt, war es hier in letzter Zeit wieder sehr ruhig.. Das mehrere Gruende:

Gibt’s in unserem Shop zu kaufen (ab 19. Juni – Vorverkauf laeuft!)
① Ich hatte sehr viel Design Arbeit. Ein Projekt nur fuer mich alleine und ein paar Aenderungen an alten Projekten von mir (die Gärten sind teilweise ueber 2 Jahre alt und brauchen Pflege).
① Mein Kleiner war im Mai 2x krank. Schoen mit Fieber und allem drum und dran. Aber wenigstens eine typische Kinderkrankheit, das Drei-Tage-Fieber, koennen wir jetzt abhaken.
① Ins Drei-Tage-Fieber fielen zwei meiner Deadlines, weshalb ich auch am Wochenende wo es ging gearbeitet habe. Vielen Dank an meinen Mann fuer die Unterstuetzung!
① Ich mache momentan sehr viel Social Media fuer Real Japanese Gardens, dazu später mehr.
① Um ein wenig Relax-Zeit einzubauen, spiele ich auf den Bahnfahrten jetzt „Goddess: Primal Chaos“. Da habe ich also keine Zeit mehr zum Blog schreiben…
① Ich muss Badehosen fuer Chibi Mamo-chan naehen und ich habe keine Lust…

Btw., durch den ganzen Stress mit LO’s Krankheiten und Co., bin ich auch etwas angeschlagen mit Schlafmangel und Halsschmerzen und so. Ein wenig doof…

Aber jetzt zu meiner Arbeit an Real Japanese Gardens.
Dieses Jahr wollte ich viel machen und viel voran kommen.
Seit ich wieder arbeite habe ich ein Buch veröffentlicht, das nächste steht kurz vor der Vollendung und das übernächste ist auch schon in Bearbeitung.
Ich habe Flyer drucken lassen, die zumindest schonmal in zwei Guesthouses in Tokyo ausliegen und die erste Postkarten“serie“ gibt es auch.
Ich gucke mich nach Möglichkeiten für anderes Merchendise um, hole Kostenvoranschläge ein und und und!
Natürlich kostet Merchendise, oder auch ein Buchprojekt, das ich gerne in Angriff nehmen möchte, erstmal Geld.
Geld, das ich nicht habe… Postkarten, Verpackungsmaterial etc. zahle ich bisher aus eigener Tasche.. Geld, das ich eigentlich lieber für Chibi Mamo-chan sparen würde.
Daher versuche ich grade mein Glück mit Patreon und stecke in die Beiträge dort noch recht viel freie Social Media Zeit.
Nebenbei arbeite ich an verschiedenen Formaten fuer meine Posts auf Facebook, Instagram und Pinterest. Ich versuche mehr klicks auf die Links und sonstige Interaktionen zu erreichen, was nicht so leicht ist.
Was Kommentare angeht habe ich bisher die besten Erfahrungen auf unserem Blog gemacht, aber zum Blog schreiben komme ich kaum *seufz*
Jaja.. Immer dieses Zeit Problem..
Patreon Header
Aber zurück zu Patreon.
Patreon ist eine Seite für Creator und deren Anhänger. Die Gebiete sind breit gefächert, von Künstler, die im Manga oder Comicstil zeichnen, über Cosplayer, zu Gamern, Schriftstellern und Art-Porn, alles ist vertreten.
Das Patron-system war früher vor allem bei Künstlern sehr verbreitet. Da zahlen die „Fans“ den Malern Geld, damit diese ihre Bilder malen konnten. Meist hatten die Patrone dann ein Vorkaufsrecht.
Aehnlich funktioniert Patreon auch.
Die Künstler geben „Belohnungen“ fuer ihre Patrone. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Viele Zeichner geben zum Beispiel live-Videos wenn sie zeichnen oder Original Art.
Das ganze kann gestaffelt werden. Je mehr Geld ein Patron gibt, desto mehr Belohnungen bekommt er.
So habe ich es auch angelegt.
Bei Real Japanese Gardens gibt es Belohnungen ab 1 Dollar und es wird immer mehr bis 25 Dollar.
Es gibt Zugang zum speziellen Blog, Beratungsangebote zu Gärten, Rabatt in unserem Online Shop, jedes eBook umsonst (fuer 25 Dollar Tier oder zumindest einen Rabatt auf dieses).

Im Tagebuch gibt es solche Aussichten auf meinen „Monday-Morning“ Schreibtisch.
Ich versuche mir immer neue interessante Dinge auszudenken, so bekommen höhere Tiers zum Beispiel am Ende eines Design Projekts eine ausführliche Uebersicht über die Arbeitschritte und Zugang zu den verworfenen Designideen und Skizzen wenn vorhanden.
Für alle Patrone werde ich unsere Instagram Stories speichern und auf Patreon hochladen.
Und noch so einiges mehr.
Ich denke, für alle Interessierten an Japan, Gartengestaltung, Japanischen Gärten und mir (haha), ist zumindest der 1 Dollar Step schon interessant.
Bitte schaut doch wenigstens mal rein. Wenn ihr mögt unterstützt meine Arbeit dort, 1 Dollar ist nun echt nicht viel, und lest kurze Beiträge über was ich so den Tag bei der Arbeit treibe. Man erhält übrigens Zugriff auf alle früheren Belohnungen!
Und man kann das Abo natürlich auch jederzeit kündigen.

Also dann.. Unterstützt mich! 💕

Ps. Diesen Beitrag habe ich bei der Arbeit geschrieben, Promo ist ja schliesslich Arbeit, oder? Sonst hätte ich kaum Zeit dafür gefunden -.-‚
Pps. Verzeiht eventuell verblieben oe’s, ue’s, ae’s und falsche ss‘. Möglicherweise habe ich viele nicht gesehen.. -> Japanische Tastatur…

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30. März – Der Happōen

Wer sich ein bisschen mit japanischen Gärten beschäftigt, horcht bei der Endung -en gleich schon auf.
Auf Japanisch wird es meist mit dem Kanji 園 geschrieben, was auf einen Park oder Garten hinweist.
Um ein bisschen was Neues zu erzählen: 公園 – Kōen bedeutet Park und muss nicht unbedingt etwas mit Pflanzen zu tun haben. Es kann sich dabei auch um einen Spielplatz ohne jeglichen Bewuchs handeln. Kann sich aber auch um einen tollen Park handeln, wie dem 昭和記念公園 – Showa Kinen Kōen – Showa Memorial Park.
庭園 – Teien: Hierbei handelt es sich um einen (Landschafts-) Garten. Man kann eigentlich nichts falsch machen..
Eine Ausnahme ist der Shinjuku Gyoen. Auch er endet auf -en und ist eine Parkanlage, jedoch schreibt er sich mit dem Kanji 苑. Dieses Kanji kann zwar auch für Park genutzt werden, man sieht es jedoch oft in den Bezeichnungen für Einrichtungen für alte Menschen.. Sei es nun ein Altersheim oder ein Dayservice oder ein Transportunternehmen spezialisiert darauf alte Menschen zum Dayservice zu bringen. 御苑 – Gyoen (wie in Shinjuku Gyoen) wiederum bedeutet allerdings „Kaiserlicher Garten“.
So, genug gelernt!

Manchmal habe ich Probleme damit mich im Büro zu motivieren.. Ich bin ein Draußenmensch und ich brauche eine gewisse Balance zwischen Arbeit draußen und Arbeit drinnen.
Wenn ich Designaufträge habe, kann ich auch wochenlang im Büro sitzen, aber wenn es sowohl damit als auch mit Arbeit auf der Baustelle mau aussieht, fange ich irgendwann an durchzudrehen.. Gut dass Mittwochs meine Firma offiziell nicht geöffnet hat und mein Chef auch tatsächlich frei hatte.
So konnte ich dann, bevor mir die Decke auf den Kopf fiel, meine Recherchearbeiten erledigen, die seit Februar noch ausstanden.
Ich hatte zwar den gesamten Text für ein eBook schon fertig, aber weil ich auf Fotos gesehen hatte, dass es nun auch Infotafeln in dem Garten gibt, wollte ich die Informationen auf ihnen und dem Text den ich geschrieben hatte lieber nochmal gegen prüfen.
Wenn meine Recherchen andere Ergebnisse wie auf den Tafeln ergeben, schrecke ich zwar nicht davor zurück diese so zu veröffentlichen, aber dann weiß ich gegebenenfalls, dass ich mich verteidigen können muss wenn jemand ankommt mit „ja aber im Garten selbst steht ja was ganz anderes..“
Ich fuhr also über eine verlängerte Mittagspause zum Happōen..
Auch wenn die Firma zu hat, muss ich das Telefon hüten.. Normale Mittagspause ist von 12 bis 13h, meine dagegen allerdings von 13 bis 14h. In dieser Zeit kann ich also ruhigen Gewissens draußen sein und Arbeit nach draussen verlegen.
Meine echte Mittagspause ging dabei für die Bahnfahrt drauf, eine Stunde verbrachte ich im Garten mit Videos machen, Fotos schießen, Informationen sammeln und Energie tanken.

Die Wurzeln des Happōen gehen bis in die Edo Zeit zurück (1603 – 1868).
Ein treuer Gefolgsmann von Tokugawa Ieyasu baute seine Edoresidenz hier.
Später bewohnten zwei Männer der gehobenen Gesellschaft diesen Ort, wobei der letztere, Kuhara, dem Happōen sein heutiges Aussehen gab.
Inzwischen wird der Garten von der Happōen Corporation geführt und ist vor allem ein Veranstaltungs- und Heiratszentrum wie eine Ansammlung von Restaurants.

Da jetzt langsam die Baustellenzeit wieder los geht, hoffe ich dass ich solche Auszeiten in Zukunft wieder weniger brauche!