Der erste Flug mit Kind – ein Bericht

So, nun ist es also geschafft! Einmal Japan – Deutschland und zurück.

Natürlich lief nicht alles nach Plan, aber wir hatten auch kein worst case Szenario. Also, alles gut.

Geflogen sind wir mit Air France von Haneda über Paris nach Hamburg.

Das ist nicht perfekt, da man im Prinzip einmal an Hamburg vorbei fliegt und dann wieder zurück. Dieses Mal ließ es sich aber schlecht ändern, da andere Flüge schlicht zu teuer waren.
Wenn möglich fliege ich aber mit Zwischenstop in Kopenhagen oder Helsinki, da sich die Flugzeit dann nochmal erheblich verkürzt (14 Stunden statt 17 Stunden Reisezeit).

Auch wenn es etwas teurer war, buchten wir einen Nachtflug. Niemand möchte einen hyperaktiven Einjährigen 12 Stunden im Flugzeug beschäftigen!
Der lange Flug startete jeweils kurz vor 24 Uhr und das Einschlafen klappte beide Male wunderbar.
Chibi Mamo-chan schlief vorher nämlich nicht. Ich habe ihn gebeten wach zu bleiben und er war lieb und blieb es!
Auf dem Hinflug verschlief er die Hälfte der Flugzeit (blieben sechs Stunden) und auf dem Rückflug ein bisschen mehr (blieben vier Stunden).

Da es ein Nachtflug war, blieb jedoch leider das Licht bis kurz vor Landung aus. Auch auf dem Rückflug, obwohl wir da abends in Tokyo ankamen…
Den Lütten im Dunkeln zu beschäftigen war irgendwie doof. Fand Chibi Mamo-chan auch, weshalb ich fast die gesamten sechs Stunden auf dem Hinflug mit abwechselndem Stehen und Sitzen verbrachte. Mamoru schlief sehr viel und ich hatte den Kleinen fast die ganze Zeit alleine.
Sein Portemonnaie zum aus- und einpacken funktionierte recht gut. Bilderbücher haben wir fast gar nicht angeguckt und das iPad habe ich vergessen vorher in Flugmodus zu schalten. Aber es gibt ja auch tolle Touchscreens in der Lehne des Vordermanns…

Auf dem Rückflug hatte ich dann das iPad mit zwei Spielen parat: Lego Trains und Monster Eier knacken.
Die Einstellungen App war aber interessanter…
Außerdem war Mamoru wach und der Lütte wandere munter zwischen uns hin und her.

Probleme hatten wir mit Chibi Mamo-chan genau jeweils ein Mal während der Flüge: auf dem Hinflug auf der Kurzstrecke hatte er keine Lust mehr und er war müde. Er hat fast den ganzen Flug geweint und schlief kurz nach der Landung ein.
Auf dem Rückflug musste ich ihn sehr früh vor der Landung in Tokyo anschnallen. Das mochte er gar nicht (müde und keine Lust mehr) und hier hat er sich in den Schlaf gebrüllt. Er ist da wirklich vor Erschöpfung eingeschlafen… War komplett nass geschwitzt. Ich habe die Crew verflucht! Warum muss ich mein Kind 15 Minuten bevor das Anschnallsymbol aufleuchtet anschnallen? Ohne Turbulenzen wohlgemerkt…

Auf dem Rückflug ist er übrigens beim sehr sehr holprigen Anflug auf Paris eingeschlafen. War dann aber bis Abflug wieder wach und ist sofort beim Start wieder eingeschlafen. Sehr pflegeleicht! Weinen wegen Ohrenschmerzen gab es auch nicht.

Zum Air France Service habe ich gemischte Gefühle.

In Japan wurden wir sofort bei der Gepäckabgabe in die Priority Line geschoben.
Beim Boarding waren wir einige der Letzten, weil wir noch verzweifelt stinknormale Tokyo Banana und Goma Tamago gesucht haben. Um nach 22 Uhr nicht leicht…
An Bord bemühte sich die Crew dann sofort darum, dass wir durch Umsetzen eine ganze Reihe alleine für uns hatten.
Wir hatten keinen extra Sitz für Chibi Mamo-chan gebucht, durften aber im Endeffekt doch drei Plätze nutzen.
Nur die Plätze mit Beinfreiheit bekamen wir nicht.

Auf dem zweiten Flug bemühte man sich nicht um uns. Wir gingen als letzte an Bord und wurden gefragt, weshalb wir denn nicht Bescheid gesagt hätten. Mit Kleinkind hätten wir als erste an Bord gedurft. Man hätte uns nicht gesehen, sonst hätte man uns das gesagt.
Hm.. Komisch nur, weil ich noch bevor das Boarding begann, mit Chibi Mamo-chan am Counter stand um zu fragen, wie es mit unserem Kinderwagen aussähe. Von wegen man hat uns nicht gesehen…

In Hamburg gingen wir zur Gepäckabgabe einfach selbst in die Priority Lane, da alle anderen Self-Drop off waren, wir aber noch Boarding Karten brauchten. War kein Problem.
Wie auch schon überall sonst, durften wir beim Security Check leider nicht in die schnelle Schlange…
Ohne Kinderwagen verlief das Durchleuchten aber entspannter.

In Paris durften wir als erste an Bord, dieses Mal aufgefordert durch ein Mitglied des Bodenpersonals.
Die Crew an Bord war leider nicht so aufmerksam. Wir bekamen eine FA, die nicht so mit Kindern konnte.
Sie kümmerte sich zwar darum, dass wir wieder drei Sitze zur Verfügung hatten, aber erst nachdem ich gefragt hatte, ob der Sitz neben uns leer bleiben würde. Wir hatten einen Fensterplatz… Nicht sehr ratsam mit Kind…
Am Telefon hatte man mir vorher gesagt, dass der Platz noch frei wäre, das hatte sich dann aber leider geändert, und so wurden wir wieder in die Mitte verfrachtet.

Im Endeffekt bin ich mit unserem ersten Flug mit Chibi Mamo-chan ganz zufrieden.
Es gibt aber natürlich Punkte zur Verbesserung: Kinderwagen gleich einchecken wenn ich ihn mitnehme. Handgepäck reduzieren! Wir hatten zwei Taschen unten zu unseren Füßen und das ist ätzend!
Und Flüge via Kopenhagen oder Helsinki.

Ansonsten werden sich andere Probleme von selbst lösen sobald der Kleine größer ist..
Er wird alleine auf einem Sitz sitzen können und sicherer laufen, so dass ich ihm auch mal im Gang Freilauf gewähren kann. Er wird Filme gucken und spiele besser spielen können. Außerdem wird er malen und Sticker kleben können.
Alles Dinge, die die Wachzeit angenehmer werden lassen.

Dinge die ich wieder so machen möchte sind: Nachtflüge (auch wenn Chibi Mamo-chan in Japan mit Jetlag zu kämpfen hatte).

Im Moment bin ich am Überlegen, ob ich doch noch mal im Sommer nach Deutschland fliege, bevor ich mehr für den Kleinen bezahlen muss. Mal schauen ^_-

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Bookstart

Ein kostenloses Angebot von der Stadt.

Die 3 bzw. 4 Monatsuntersuchung wird vom Bezirk organisiert und durchgeführt.
Zumindest in meinem Bezirk von Tokyo ist das so.
Zu dieser Gelegenheit bekam ich die Information zum Bookstart Event, das in Bibliotheken meiner Umgebung stattfand.
Jede Bibliothek hatte dabei unterschiedliche Termine und ich entschied mich für die nicht unmittelbar in meiner Nähe, sondern ein bisschen weiter weg, weil mir der Termin besser passte.
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