Das Edo Tokyo Architektur Museum

Dieses Museum stand schon lange auf meiner Bucket List, aber ich habe es erst dieses Jahr im März geschafft es zu besuchen.

Glücklicherweise hatten sowohl Mamoru als auch eine Freundin Zeit mich zu begleiten. Chibi Mamo-chan war natürlich ebenso dabei wie die erst drei Monate alte Tochter meiner Freundin.

Wir besuchten das Museum an einem der doch noch recht raren sonnigen und warmen Tage im März und es war eine weise Entscheidung nicht über Koganei auf der Chuo Linie anzureisen, sondern über die Seibu Shinjuku Linie und Hanakoganei Station.
Das Edo Tokyo Architektur Museum liegt quasi auf dem Gelände des Koganei Parks und alle strebten dorthin um ein paar Sonnenstrahlen zu genießen.
Der Weg von Hanakoganei ist mit 20 Minuten Fußweg recht weit, dafür aber recht schön durch eine Allee exklusiv für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Der Eingang zum Museum wird durch ein großes und auffälliges Gebäude markiert, das früher einmal zum Kokaden Palast gehörte. Zu ihm führen Treppen hinauf, aber rechts gibt es auch eine Rampe für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen.
Im Gebäude rechts findet sich der Museumsshop und links die Kasse.
Hier kann man Kinderwagen ausleihen, seinen eigenen wohl aber auch abgeben. Außerdem gibt es hier Schließfächer und einen Raum, in dem man stillen kann.
Im Hauptgebäude findet sich ebenfalls eine Ausstellung.

Draußen wird man dann von einem relativ großen Platz mit Stühlen und Tischen begrüßt, den wir auch erstmal zum Mittagessen nutzten. Und dann ging es auch schon los.
Auf einem weiten Areal finden sich gut verteilt, und manchmal auch gut versteckt, kleine und größere Häuser aus den unterschiedlichsten Epochen. Die Gebäude kann man selbstverständlich betreten, jedoch müssen Kinderwagen oftmals draußen bleiben. Je nach Haus müssen auch die Schuhe ausgezogen werden.
Wir verzichteten bei diesem Besuch auf die Innenleben der Häuser, weil Chibi Mamo-chan jedes Mal ein riesiges Theater macht wenn man ihm die Schuhe auszieht. Da wird sich erstmal brüllend auf den Boden geworfen und 5 Minuten keine Ruhe gegeben. Ähnlich sieht es übrigens beim Fahrradhelm aus..
Dennoch gab es viel für uns zu sehen. Aus der alten Tokyoter Straßenbahn war Chibi Mamo-chan kaum raus zu bekommen.
Das Haus eines Händlers hatte es ihm auch angetan, da konnte man zur einen Seite rein und zur anderen Seite raus. Und das bitte 20 Mal hintereinander und aufgehört wurde nur unter großem Protest. Aber dann fanden wir ja die Doraemon inspirierten Betonröhren, durch die man aufrecht hindurch laufen konnte, was natürlich auch unglaublich viel Spaß bringt.

Zum Museum selbst gibt es nicht mehr allzu viel zu erzählen. Es gibt in zwei der alten Häuser ein Café und ein Nudelrestaurant für den (kleinen) Hunger zwischendurch. In einem alten Fotostudio kann man an bestimmten Tagen Fotos von sich machen lassen – sprich: es steht da jemand, der die Kamera der Besucher entgegennimmt und schnell ein Familienfoto knipst. Getränkeautomaten finden sich am Eingang und hinter der Straßenbahn gibt es mit Glück einen kleinen Verkaufsstand mit Snacks.
Die Gebäude reichen historisch von der Edo (1603-1868) bis in die Showa Zeit (1926-1989).

Man findet überall schnell Toiletten, die auch alle mit Wickelkommode ausgestattet sind. Wenn ich mich recht erinnere und es nicht durcheinander bringe, war sogar in den Frauentoiletten eine spezielle Kabine, die groß genug für Kinderwagen war.

Obwohl der Park nebenan brechend voll war, war das Museum erstaunlich leer. Chibi Mamo-chan hatte viel Platz zum Laufen, und wir mussten uns keine Sorgen machen, dass irgendjemand über ihn stolpert.
Nirgends musste man anstehen und alle Ausstellungsstücke waren ohne Probleme aus der Nähe und ohne Menschenmassen zu betrachten.
Das Edo-Tokyo Architektur Museum bekommt von mir als Ausflugsziel, besonders mit kleinen Kindern, zwei ganz dicke Daumen hoch!


Details:
Öffnungszeiten:
April bis September
9:30 – 17:30 (Einlass bis 17:00)
Oktober bis März
9:30 – 16:30 (Einlass bis 16:00)
Geschlossen an Montagen, Dienstagen wenn Montag ein Feiertag war, und 29. Dezember bis 1. Januar.
Siehe den Kalender auf der Homepage um sicher zu gehen.

Eintrittspreise:
Erwachsene 400¥
Kinder 200¥
Kinder bis 12 Jahre frei
Senioren 200¥
Jedes dritte Wochenende im Monat gibt es Familienrabatt und jeder dritte Mittwoch im Monat ist für Rentner frei.

Anfahrt:
JR Chuo Linie
Musashi Koganei (folgend Bus 武12, 武13, 武15, 武21, 鷹33, zu Fuß ca. 30 Min) oder Higashi Koganei (folgend CoCo Bus, zu Fuß ca. 30 Min).

Seibu Shinjuku Linie
Hanakoganei (folgend Bus 武12, 武13, 武14, 武15, 武17, 武21, zu Fuß ca. 25 Min)

Weiterführend:
Website (engl.): http://www.tatemonoen.jp/english/
Broschüre (engl.): http://www.tatemonoen.jp/pdf/leaflet_english.pdf


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Das Tokyo National Museum (mit Kind)


Dieses Museum habe ich schon einige Male besucht, allerdings nur einmal für eine Ausstellung innerhalb der Gebäude.

Das Tokyo National Museum ist Japans ältestes Museum und befindet sich direkt neben dem Ueno Park auf dem früheren Gelände des Kan’ei Tempels, der während des Boshin Krieges zerstört wurde.
Das Museum öffnete 1882 seine Tore.
Der Tempel wurde übrigens wieder aufgebaut und befindet sich mit vielen Ablegern um das Museum herum.
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Das Asakura Skulpturen Museum


Dieses Museum hat einen einzigartigen Garten, weshalb es unbedingt auf meine Liste zu besuchender Orte gehörte.

Asakura Fumio wurde 1883 in Ōita, Kyushu geboren.
1902 zog er nach Tokyo und besuchte die Tokyo Art School, die heute immer noch als Tokyo Universität der Künste besteht.
Ab 1907 baute er nahe Nippori sein Studio, das später erweitert wurde und seine eigene Schule beherbergte.

Sie besteht aus dem Studio im westlichen Stil undWeiterlesen »