[Kurz notiert:] Umsteigen zwischen Bahnverbunden

Orangene Ticketschranken

Ich hatte nicht immer eine dieser tollen Plastikkarten, auf die man Geld lädt und die man dann beim Bahnfahren einfach über ein Touchscreen hält um entweder auf das Gleis, oder von diesem runter zu kommen.

Zu meinen Anfangszeiten fuhr ich ganz klassisch, indem ich Tickets löste.

Das läuft in Tokyo nun folgendermaßen ab: man steht planlos vor den Ticketautomaten und sucht seinen Zielbahnhof auf einer Karte oder einer Auswahl von Bahnhofsnamen um die Geldsumme zu finden, die man am Automaten bezahlen muss.

Hat man sie gefunden, sein Ticket gelöst und macht sich nun auf den Weg, steht man eventuell irgendwann vor einem Problem: man soll umsteigen, aber dafür muss man durch die Ticketschranken gehen.

Hat man vorher den genauen Betrag gelöst, behält die Schranke das Ticket ein. Aber wie ist das nun beim Umsteigen?
Dafür gibt es spezielle Ticketschranken!
Oftmals ist es nämlich so, dass die Bahnlinien doch irgendwie zum gleichen Verbund gehören oder eine Partnerschaft besteht und man günstiger wegkommt, wenn man beim Umsteigen „nicht durch eine Ticketschranke geht“.
Das muss man nun aber manchmal leider, weshalb man beim Verlassen des inneren Bereichs einfach durch die ORANGENEN Umsteigeschranken geht.

Achtet das nächste Mal drauf wenn ihr in Tokyo seid!

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[Kurz notiert] Tsubame – Die Schwalbe


Es ist wieder diese Jahreszeit. Überall sieht man die kleinen Gesellen unter Dächer flitzen! Die Tsubame, die Schwalben, brüten!

In Deutschland haben Schwalben keinen besonderen Stellenwert so weit ich weiß. In Japan ist das anders. Während ich bei Schwalben nur ein „wenn sie tief fliegen gibt es Regen“ im Kopf habe, stehen sie in Japan für Glück und Erfolg. Außerdem versprechen sie eine glückliche Ehe und gute Mutterschaft sowie Kindersegen.

Wer ein Schwalbennest in seinem Eingang hat, wird in Japan nichts unternehmen als einem Pappkarton mit Zeitung unter das Nest zu stellen und die vollgekotete Zeitung täglich zu wechseln.
Denn bei wem Schwalben nisten, zu dem kommt das Glück!

Also wundert euch nicht falls ihr mal im Eingangsbereich einer öffentlichen Behörde in Japan Slalom um Pappkartons mit Zeitung laufen müsst!

Setsubun 節分: Sushi, Glücksrichtung, Oni und Sojabohnen..

Dieser Post is ein re-post von 2016!
Während ich 2014 wieder nur Ehomaki gegessen habe, habe ich 2015 tatsächlich Bohnen geworfen! Und sie am nächsten Morgen vom Boden gesammelt und in den Papierkorb verfrachtet -_- Ich brauche wirklich eine Babykrähe, die sowas dann einfach frisst..
2017 ist die Glücksrichtung übrigens Nord-Nord-West!
Noch bis 2020 ist Setsubun am 3. Februar. 2021 verschiebt es sich um einen Tag.

2013: Eines Tages kam ich nach Hause und ein böser Oni erwartete mich an der Türschwelle! Habe ich mich erschrocken… Leider hatte ich keine Bohnen zur Hand um ihn zu vertreiben. So ein Ärger aber auch!
War allerdings sowieso einen Tag zu früh.
Am nächsten Morgen stand ich in einem kleinen Park, eine dicke, lange Sushi-Rolle in der Hand und schlang sie, die Augen gen Süd-Süd-Ost gerichtet, so schnell wie möglich schweigend hinunter. Zeitdruck!

Wenn man solche Szenen als Ausländer betrachtet, denkt man doch wieder, die Japaner sind ein bisschen verrückt. Ja, manchmal sind sie das, aber oft sind sie einfach nur sehr traditionsverbunden.
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