Der Koishikawa Kōrakuen (mit Kind)

Als es diesen Januar so viel in Tokyo geschneit hat, quasi über Nacht 20cm Neuschnee, habe ich die Gelegenheit genutzt um Schneefotos eines Gartens zu machen.
Lieber wäre ich in den Kyu-Furukawa Garten gefahren, aber der Weg dorthin ist anstrengend und so wurde es der Kōrakuen mit der U-Bahn Station direkt vor der Tür.

Als ich um halb 10 ankam, tropfte es schon überall von den Bäumen, denn Minusgrade haben wir tagsüber normalerweise nicht und es war ein wunderschöner Tag mit Sonnenschein.

Die Freiwilligen und Angestellten waren auch schon seit morgens auf den Beinen und hatten bereits viele Wege zugänglich gemacht, bzw. abgesperrt. Auf die beiden Hügel im Garten durfte man leider nicht hinauf.

Ich war natürlich nicht die einzige, die es mit Kamera in den Park gezogen hatte, auch viele andere Hobbyfotografen waren schon dort. Allerdings war ich sicher die einzige mit Stress..
Ich musste nach dem Besuch noch möglichst zeitnah in die Firma und Schnee schippen und natürlich war ich beruflich im Garten…
So hieß es Fotos mit der Spiegelreflexkamera machen, Fotos mit dem Handy, sowie Videos auf Englisch, einen Livestream auf Englisch und noch ein kleines Video auf Deutsch..
Das ganze absolvierte ich innerhalb einer Stunde.

Aber genug geplappert, kommen wir zu einem kurzen Abriss über den Garten:
Tokugawa Yorifusa begann ihn 1629 in Edo zu errichten.
Vollendet wurde er von seinem Sohn Mitsukuni.
Beide gehörten nicht der Hauptlinie der Tokugawa Familie (Familie des Shoguns) an, sondern einem Seitenzweig, dem Mito-han, die aber in Notfällen auch den Shogun stellen durften.
Der Mito-han ist bekannt für seine Großzügigkeit gegenüber des Volkes.
So gab es in Mito Schulen und die Gärten wurden regelmäßig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Kōrakuen ist ein typischer Daimyo Garten. Er lud damals sowohl zum Spazierengehen als auch zum Bootfahren ein.
Man findet in ihm unterschiedliche Bereiche wie den inneren Garten, den Garten um den großen Teich herum oder die Obsthaine.
Außerdem wurden berühmte Landschaften aus Japan und China aufgegriffen und im Kōrakuen in einem eigenen Stil umgesetzt.
All diese findet ihr mit Bildern in meinem 23 seitigem Guidebook.
Ihr könnt es hier für eine begrenzte Zeit kostenlos downloaden wenn ihr den Code ginkgoleafs beim Checkout eingebt.

Dieser Garten im Bunkyo Bezirk ist einer der Gärten, die ich für Besucher mit Kinderwagen empfehlen würde.
Zwar kann man von einigen Bahnen auf Grund der Lage der Fahrstühle nicht den direkten Weg zum Eingang nehmen, aber dennoch ist der Kōrakuen der Garten mit der besten Verkehrsanbindung.
Die Wege im Garten sind meist breit genug für Kinderwagen. Es gibt jedoch einige Bereiche, die überhaupt nicht zugänglich sind, wie der Hügel hinter dem Oi Fluss mit den Überresten der Kiyomizudera und dem Berg Lu, sowie der Hügel hinter der Vollmondbrücke.
Der innere Garten ist bedingt zugänglich, hier gibt es lediglich einzelne niedrige Treppen.
Manche Bereiche, wie der Obsthain, sind über einen kleinen Umweg auch ohne Stufen und schmale Brücken zu erreichen.

Wenn ihr mehr sehen wollt, könnt ihr gerne das Video unten anklicken.
Und wenn ihr kein Pflanzen-Nerd seid, überhört bitte meinen Kommentar über die Leute, die Lotus und Seerosen nicht unterscheiden können oder guckt euch dazu diesen Link an.

Wenn ihr das kostenlose Angebot für das eBook verpasst habt, könnt ihr hier und hier und hier noch mehr über den Garten lesen.


Mit x gekennzeichnete Wege haben Treppen.

Adresse:
東京都文京区後楽一丁目
Tokyo-to, Bunkyo-ku, Koraku 1chome

Anreise:

    Bahnhof Iidabashi

  • Ōedo Linie
  • Namboku Linie
  • Tōzai Linie
  • Yurakucho Linie
  • Sōbu Linie
    Bahnhof Kōrakuen

  • Mita Linie
  • Marunouchi Linie

Öffnungszeiten:
9:00 – 17:00
(Einlass bis 16:30)

Eintritt:
Erwachsene 300 Yen
Ermäßigt (Kinder von außerhalb & Rentner) 150 Yen

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Das Tokyo National Museum (mit Kind)


Dieses Museum habe ich schon einige Male besucht, allerdings nur einmal für eine Ausstellung innerhalb der Gebäude.

Das Tokyo National Museum ist Japans ältestes Museum und befindet sich direkt neben dem Ueno Park auf dem früheren Gelände des Kan’ei Tempels, der während des Boshin Krieges zerstört wurde.
Das Museum öffnete 1882 seine Tore.
Der Tempel wurde übrigens wieder aufgebaut und befindet sich mit vielen Ablegern um das Museum herum.
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Das Asakura Skulpturen Museum


Dieses Museum hat einen einzigartigen Garten, weshalb es unbedingt auf meine Liste zu besuchender Orte gehörte.

Asakura Fumio wurde 1883 in Ōita, Kyushu geboren.
1902 zog er nach Tokyo und besuchte die Tokyo Art School, die heute immer noch als Tokyo Universität der Künste besteht.
Ab 1907 baute er nahe Nippori sein Studio, das später erweitert wurde und seine eigene Schule beherbergte.

Sie besteht aus dem Studio im westlichen Stil undWeiterlesen »