Unverhoffte Fügung des Schicksals

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen mal wieder mehr über die Arbeit zu schreiben.
Aber irgendwie ist das gar nicht so leicht, weil ich denke, dass das, was ich mache, für viele einfach nur langweilig ist…

Falls doch jemand Interesse hat, ich schreibe ein bisschen mehr über meine Arbeit auf Patreon. Dort kann man mir folgen und muss auch nichts bezahlen wenn man nicht möchte.

Jetzt aber zu einer Geschichte von der Arbeit:
Ich finde es immer wieder faszinierend, dass manche unserer Kunden einfach nicht ihren gesunden Menschenverstand benutzen können, wenn es um Pflanzen geht.

Originalpläne
Originalpläne des ursprünglichen Designs

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Für einen Tag Maria

Ich dachte, auf der Baustelle würde mir sonst etwas passieren.. Dass mir ein Baum auf den Kopf fällt oder so..
Zum Glück blieben Unfälle aus.
Dafür nannte mich der Chef der Gartenbaufirma, die dieses Projekt für uns umsetzt, den ganzen Tag Maria.
Ich glaube, damit kann ich leben..

Jetzt nur noch sehen was die Rückfahrt (über 2 Stunden) und der Abend für mich bereit hält.

Und auf der Baustelle ist sogar was interessant Positives passiert. Eben besagter Chef wies seinen einen Mitarbeiter an: „Mach es so wie Maria! Sonst brauchst du ja ewig!“
Normalerweise bekommt man als Ausländer in einer japanischen Firma das Gegenteil zu hören.
Für dieses Schmankerl darf er mich auch beim nächsten Mal Maria nennen.

Kurzes Auskotzen an einem sch.. Tag.

Es ist noch nicht mal 9h am Morgen und ich bin schon fertig! Völlig!
Fing gleich nachts um 1h an mit einem Kind, das aufwachte, losbrüllte und sich eine Stunde nicht beruhigen ließ.
Und ich weiß immer noch nicht was los war.. Wahrscheinlich brütet er wieder etwas aus…

Dann am Morgen ging es mit seiner schlechten Laune weiter und ich schaffte es nicht uns rechtzeitig fertig zu machen. Die Krönung war, als mein Mann meinen Kaffee wegkippte weil er meinte ich trinke ihn nicht mehr und der Lütte sein Kindergarten-Notizbuch auseinandernahm, kurz bevor wir los mussten.
Draußen auf dem Weg fiel mir dann ein, dass ich etwas wichtiges vergessen hatte.
Zum Glück gibt’s Konbinis, nur mein Zeitplan geriet noch mehr in Gefahr.

Dann in der U-Bahn habe ich mir beim Verstauen meines Rucksacks in der Ablage eine dicke Lippe verpasst. Die Haltegriffe sind gemeingefährlich!
Normalerweise stoße ich mir ja nur den Kopf an ihnen, aber dieses Mal tat es richtig weh!

Ich bin grade auf dem Weg nach Kamakura zu einer Baustelle. Ich habe ein wenig Angst was heute noch alles passieren könnte..
Eindeutig einer dieser Tage, wo ich mit dem falschen Fuß aufgestanden bin!

Ps. Na toll… Und das war jetzt mein 500ster Beitrag >.>

Bäume pflanzen: in Japan und Deutschland

Leider habe ich kaum Bilder um diesen Beitrag zu veranschaulichen… Tut mir leid!

Das Pflanzen von Bäumen ist in Japan und Deutschland total unterschiedlich. Wer nach Japan kommt um hier als Gärtner zu arbeiten, sollte das wissen und sich auf die Japanische Weise einstellen, sie akzeptieren und übernehmen.

In Deutschland läuft das Pflanzen so ab:
Man vermisst den Ballen grob und hebt das Loch im Durchmesser um einiges größer als den Ballen aus.
Dann wird der Baum / Strauch in der Mitte platziert und die Ränder des Loches werden gegen den Ballen gebrochen.
Der Rest des Loches wird mit dem Aushub gefüllt, dabei wird regelmäßig die Erde festgestampft.
Am Ende sollte der Baum / Strauch nicht mehr wackeln und man legt einen Gießring an um das Wasser am Ablaufen zu hindern.
Das Angießen ist wichtig, damit alle Wurzeln auch wirklich Bodenschluss bekommen.
Man gibt normalerweise mehrfach Wasser, ertränkt den Baum / Strauch aber nicht.

Falls jemand Japanisch üben möchte.
In Japan funktioniert es leicht anders..
Oftmals hat man in Tokyo so wenig Platz, dass der Ballen grade so eben an den vorgesehenen Platz passt, weshalb das Loch auch nur so groß ist wie der Ballen. Ist genug Platz da, wird auch hier das Loch etwas größer angelegt.
Ist weniger Platz vorhanden als der Ballen groß ist, zum Beispiel dank eines Wasserrohres oder eines Fundaments, wird der Ballen auch gerne mal mit einem Holzhammer in die passende Form gebracht.

Passt der Ballen zum Loch, wird die Erde drüber geschüttet und ein Schlauch herbeigeholt. Denn: in Japan werden Bäume ertränkt wenn sie gepflanzt werden!
Nein, also sie werden eingeschwemmt.
Oft wird ein langer Holzpfeiler benutzt im eventuelle Luftlöcher zu eliminieren.
Genug Wasser hat der Baum, wenn der Ballen quasi auf dem Matsch schwimmt und man ihn gut drehen und bewegen kann. So kann die Position auch im Nachhinein noch korrigiert werden.
Da Bäume meistens dank der Taifunsaison gestützt werden, macht es auch nichts wenn er nicht fest und ohne zu wackeln steht.

Ihr lest vielleicht heraus, dass mich diese Methode immer noch belustigt.
Aber so ist es halt wenn man in einem fremden Land arbeitet, die Arbeitsweisen sind verschieden. Genauso schütteln Japaner bei meiner Methode den Kopf.
Nur habe ich den Vorteil zu wissen, dass Bäume bei beiden Methoden anwachsen ^_-


Japanische Methode


Deutsche Methode

Drowning in Work

Nein, keine Angst, ich schreibe nicht auf Englisch..
Auch wenn es leicht passieren koennte, da ich momentan sogar oft auf Englisch denke…
Das kommt davon, wenn man grade viel mit Englisch arbeitet und ständig auf Social Media auf Englisch kommuniziert.
Wird mal wieder Zeit fuer ein Deutsch-Meet-up!

So.. Wie ihr bemerkt habt, war es hier in letzter Zeit wieder sehr ruhig.. Das mehrere Gruende:

Gibt’s in unserem Shop zu kaufen (ab 19. Juni – Vorverkauf laeuft!)
① Ich hatte sehr viel Design Arbeit. Ein Projekt nur fuer mich alleine und ein paar Aenderungen an alten Projekten von mir (die Gärten sind teilweise ueber 2 Jahre alt und brauchen Pflege).
① Mein Kleiner war im Mai 2x krank. Schoen mit Fieber und allem drum und dran. Aber wenigstens eine typische Kinderkrankheit, das Drei-Tage-Fieber, koennen wir jetzt abhaken.
① Ins Drei-Tage-Fieber fielen zwei meiner Deadlines, weshalb ich auch am Wochenende wo es ging gearbeitet habe. Vielen Dank an meinen Mann fuer die Unterstuetzung!
① Ich mache momentan sehr viel Social Media fuer Real Japanese Gardens, dazu später mehr.
① Um ein wenig Relax-Zeit einzubauen, spiele ich auf den Bahnfahrten jetzt „Goddess: Primal Chaos“. Da habe ich also keine Zeit mehr zum Blog schreiben…
① Ich muss Badehosen fuer Chibi Mamo-chan naehen und ich habe keine Lust…

Btw., durch den ganzen Stress mit LO’s Krankheiten und Co., bin ich auch etwas angeschlagen mit Schlafmangel und Halsschmerzen und so. Ein wenig doof…

Aber jetzt zu meiner Arbeit an Real Japanese Gardens.
Dieses Jahr wollte ich viel machen und viel voran kommen.
Seit ich wieder arbeite habe ich ein Buch veröffentlicht, das nächste steht kurz vor der Vollendung und das übernächste ist auch schon in Bearbeitung.
Ich habe Flyer drucken lassen, die zumindest schonmal in zwei Guesthouses in Tokyo ausliegen und die erste Postkarten“serie“ gibt es auch.
Ich gucke mich nach Möglichkeiten für anderes Merchendise um, hole Kostenvoranschläge ein und und und!
Natürlich kostet Merchendise, oder auch ein Buchprojekt, das ich gerne in Angriff nehmen möchte, erstmal Geld.
Geld, das ich nicht habe… Postkarten, Verpackungsmaterial etc. zahle ich bisher aus eigener Tasche.. Geld, das ich eigentlich lieber für Chibi Mamo-chan sparen würde.
Daher versuche ich grade mein Glück mit Patreon und stecke in die Beiträge dort noch recht viel freie Social Media Zeit.
Nebenbei arbeite ich an verschiedenen Formaten fuer meine Posts auf Facebook, Instagram und Pinterest. Ich versuche mehr klicks auf die Links und sonstige Interaktionen zu erreichen, was nicht so leicht ist.
Was Kommentare angeht habe ich bisher die besten Erfahrungen auf unserem Blog gemacht, aber zum Blog schreiben komme ich kaum *seufz*
Jaja.. Immer dieses Zeit Problem..
Patreon Header
Aber zurück zu Patreon.
Patreon ist eine Seite für Creator und deren Anhänger. Die Gebiete sind breit gefächert, von Künstler, die im Manga oder Comicstil zeichnen, über Cosplayer, zu Gamern, Schriftstellern und Art-Porn, alles ist vertreten.
Das Patron-system war früher vor allem bei Künstlern sehr verbreitet. Da zahlen die „Fans“ den Malern Geld, damit diese ihre Bilder malen konnten. Meist hatten die Patrone dann ein Vorkaufsrecht.
Aehnlich funktioniert Patreon auch.
Die Künstler geben „Belohnungen“ fuer ihre Patrone. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Viele Zeichner geben zum Beispiel live-Videos wenn sie zeichnen oder Original Art.
Das ganze kann gestaffelt werden. Je mehr Geld ein Patron gibt, desto mehr Belohnungen bekommt er.
So habe ich es auch angelegt.
Bei Real Japanese Gardens gibt es Belohnungen ab 1 Dollar und es wird immer mehr bis 25 Dollar.
Es gibt Zugang zum speziellen Blog, Beratungsangebote zu Gärten, Rabatt in unserem Online Shop, jedes eBook umsonst (fuer 25 Dollar Tier oder zumindest einen Rabatt auf dieses).

Im Tagebuch gibt es solche Aussichten auf meinen „Monday-Morning“ Schreibtisch.
Ich versuche mir immer neue interessante Dinge auszudenken, so bekommen höhere Tiers zum Beispiel am Ende eines Design Projekts eine ausführliche Uebersicht über die Arbeitschritte und Zugang zu den verworfenen Designideen und Skizzen wenn vorhanden.
Für alle Patrone werde ich unsere Instagram Stories speichern und auf Patreon hochladen.
Und noch so einiges mehr.
Ich denke, für alle Interessierten an Japan, Gartengestaltung, Japanischen Gärten und mir (haha), ist zumindest der 1 Dollar Step schon interessant.
Bitte schaut doch wenigstens mal rein. Wenn ihr mögt unterstützt meine Arbeit dort, 1 Dollar ist nun echt nicht viel, und lest kurze Beiträge über was ich so den Tag bei der Arbeit treibe. Man erhält übrigens Zugriff auf alle früheren Belohnungen!
Und man kann das Abo natürlich auch jederzeit kündigen.

Also dann.. Unterstützt mich! 💕

Ps. Diesen Beitrag habe ich bei der Arbeit geschrieben, Promo ist ja schliesslich Arbeit, oder? Sonst hätte ich kaum Zeit dafür gefunden -.-‚
Pps. Verzeiht eventuell verblieben oe’s, ue’s, ae’s und falsche ss‘. Möglicherweise habe ich viele nicht gesehen.. -> Japanische Tastatur…

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