Schwanger in Tokyo – Auf in den Park! .. mit Kinderwagen ..

Es ist Golden Week. Eine der Zeiten des Jahres, wo alle Japaner (naja, fast alle..) frei haben.
Ich auch..
Eigentlich arbeite ich lieber während dieser Zeiten, aber leider schließt auch der Kindergarten und Mamoru gehört zu denen, die fast die gesamte Golden Week arbeiten müssen.
Also muss ich auf Chibi Mamo-chan aufpassen.

Das Wetter momentan ist himmlisch und es grenzt an ein Verbrechen die Tage nicht draußen zu verbringen.

Allerdings.. Golden Week.. Berühmt berüchtigt dafür, dass alles überfüllt ist.
Trotzdem machte ich mich am 3.5. auf den Weg in einen Garten.
Zum Teil als Arbeit. Ich brauche immer neue Stock-Fotos und muss auch so zeigen, dass ich in Gärten präsent bin.

Einen Vorteil hat es ein kleines Kind zu haben, das sich langsam aber sicher an den Kindergartenrhythmus gewöhnt hat. Er wacht früh auf.. Im Gegensatz zum Durchschnittsjapaner an Feiertagen (Rentner ausgenommen).
So kam es, dass Chibi Mamo-chan und ich uns fast ganz vor den Menschenmassen auf den Weg machen konnten.
Selbst mit Kinderwagen kamen wir ohne Probleme in die Bahnen (Seibu Ikebukuro, Yamanote..)!

Aber nun zum eigentlichen, dem Parkbesuch mit Kinderwagen.
Vorher hatte ich via Real Japanese Gardens gefragt, welchen Garten in innerhalb Tokyos besuchen sollte und als Antwort erhielt ich Rikugien. Gesagt getan!
Kurz nach 10h kam ich am Bahnhof Komagome an. Der Garten öffnet schon um 9h, es befanden sich also schon Leute in ihm. Trotzdem war er bei weitem nicht überfüllt. Und das obwohl es Zeit der Azaleenblüte ist.
Ein künstlicher Berg im Rikugien ist komplett mit verschiedenen Azaleen bepflanzt und bietet jedes Jahr einen tollen Anblick wenn sie in voller Blüte stehen.
Die volle Blüte hatten wir noch nicht ganz, aber hübsch war er dennoch.
Und wie ich erwartet hatte, hatte der Garten das Hintertor geöffnet.
Das ist äußerst praktisch wenn man von Komagome kommt. Wenn nur der Haupteingang geöffnet ist, muss man nämlich einmal halb um den ganzen Garten laufen, während das Hintertor direkt am Bahnhof liegt.
Dieses Tor wird aber nur geöffnet, wenn der Garten mit Menschenmassen rechnet (Golden Week / Azaleenblüte, Herbstlaubfärbung / Light-up, Kirschblüte).

Nun.. der Rikugien ist fast komplett barrierefrei, dennoch ist und bleibt es ein Garten ohne asphaltierte Wege.
Mein Kinderwagen (einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul) ist kein Airbuggy, hat also nur normale Plastikräder und ist dadurch nicht ganz geländetauglich.
Die Wege im Rikugien sind mit Kies bestreut, mit Matten belegt oder bestehen aus festgestampfter Erde.
Am unangenehmsten ist der Kies wenn er dicker gestreut ist. Hier schiebt es sich recht schwer.
Leider muss man durch ihn hindurch, denn er befindet sich am Eingang. Der Weg, der angenehmer wirkt, endet an einer Treppe!
Die mit Matten belegten Wege sind natürlich angenehmer, allerdings nur bei trockenem Wetter. Denn Matten werden in japanischen Gärten dort ausgelegt, wo es matschig ist.
Am angenehmsten zu schieben ist es auf den festen Erdwegen. Doch auch hier gibt es Tücken! Die eine oder andere Baumwurzel sorgt für eine hübschen Holperabwechslung. Sicher nicht unbedingt angenehm für das Kind.
Ich habe mir alle Mühe gegeben so gut es ging ebene Strecken zu nehmen und Chibi Mamo-chan hat es mir mit einem tiefen Schlaf gedankt. Eigentlich fände ich es ja besser, wenn er in der Bahn schliefe und in der Natur wach ist, leider verfolgt er meist einen gegensätzlichen Plan.. *seufz*

Fazit: Dies war mein erster Ausflug in einen Garten mit Kinderwagen. Vorher hatte ich immer nur die Tragehilfe dabei.
Der Rikugien ist sicher machbar mit Wagen, man kann aber nicht alle Bereiche besuchen (es gibt Treppen und Wege führen über Trittsteine) und die zugänglichen Wege sind nicht eben.
Ein Airbuggy ist sicher von Vorteil!









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4 Gedanken zu „Schwanger in Tokyo – Auf in den Park! .. mit Kinderwagen ..

  1. Also wenn ich eins als Mutter gelernt habe : ein billiger Buggy taugt nix. Das kann einem jeden Spaß an einem Ausflug verderben .
    Und irgendwann sind die Kinder halt so schwer dass tragen keine Option mehr ist. Aber mit dem Laufen klappt es halt auch noch nicht so gut. Und mann will voran kommen.

    • Billig ist in Japan leider kein Kinderwagen so wirklich.
      Unserer hat neu wohl so um die 40.000¥ gekostet.
      Für die normale japanische Großstadt ist er auch gut geeignet, passt durch alle schmalen Ticketschranken, nicht zu schwer aber trotzdem robust.
      Nur mit der Geländegängigkeit ist es nicht so weit her… Da muss ich denke ich mal auf ein gutes Angebot in einer Facebook Salesgroup hoffen ^_-

      • In Deutschland kann man locker 1.000 Euro für einen Kinderwagen ausgeben 😉

      • Echt? Bei Amazon habe ich welche für 400-500 € gesehen mit allem möglichen Schnickschnack. Mit Babybassinet, das man umbauen kann, geländegängig, Regenschutz, etc. pp. Meiner ist mehr oder weniger nur eine Karre xD

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