Bag in Bag

Ich weiß nicht, weshalb mich erst ein Fernsehbeitrag auf diese tolle „Erfindung“ aufmerksam machen musste…
Smarte Frauen benutzen die bag in bag sicher schon ewig ^_-
Ich allerdings packte bisher jeden Krempel immer einzeln von einer Tasche in die andere…

Falls jemand das in Japan gerade super beliebte Prinzip der bag in bag noch nicht kennt:
Frauen haben ja bekanntlich Unmengen an Handtaschen.
Jedes Mal Kleinkram wie Schlüssel, Sonnenbrille, Makeup-Beutel, Geldbeutel und Kopfhörer von einer Tasche in die andere räumen zu müssen wenn man wechselt, ist unglaublich nervig.
Deshalb packt man jetzt alles in eine kleine Tasche und muss nur noch die kleine Tasche in die größere umräumen.

Auf jeden Fall sagte ich sofort als ich sie im Fernsehen sah, dass ich so eine Tasche brauche.
Ich räume jedes Wochenende um; vom Rucksack in die Tasche und zurück.
Außerdem habe ich oft keine Lust in der Woche den ganzen Rucksack mit zum Mittagessen zu nehmen, da käme mir so eine kleine Tasche, die ich einfach nur rausnehmen brauche, ganz recht.

Jetzt endlich raffte ich mich auf und guckte bei Rakuten nach einer bag in bag. Und siehe da, die billigen gibt es für unter 400¥.
Zwar nicht in meiner Wunschfarbe, aber egal. Bestellt und zwei Tage später hatte ich sie im Briefkasten.
Jetzt muß ich nur noch umpacken, zum letzten Mal wie ich hoffe.
Viel ist es nicht: Portemonnaie, Kopfhörer, Taschentücher und Schlüssel…
Aber immerhin!

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Foto Print Service Tipp

Ein kleiner Tipp für die Leser aus Japan, die ab und zu Fotoabzüge bestellen.

Laut Werbung kann man noch bis zum 30.4. bei „vivipri“ Fotos für 1円 pro Abzug bestellen.

Als ich die Werbung auf Instagram gesehen habe, habe ich mir gleich mal die App runtergeladen und ordentlich bestellt. 47 Abzüge sind es geworden und heute sind sie angekommen.

Die Qualität ist gut, meckern kann ich nicht. Gedruckt wird auf Fuji-Fotopapier.
Vorher habe ich meine Fotos via Seven Eleven Netprint bestellt (Service von Fujifilm), aber der Drucker im Seven Eleven ist nicht so gut…
Die Fotos hier sind um einiges besser.
Der Normalpreis pro Abzug liegt übrigens bei 15円.
Wohnt man günstig, kann man seine Abzüge in ihren Geschäften abholen (zum Beispiel in Shinagawa).
Der günstigste Versand liegt bei 98円.

Also, nutzt das Angebot und bestellt schnell noch ^_-

Vielleicht sollte ich ein paar Garten Hochglanzfotos bestellen und verkaufen xD

Hier der Link zur App.

Japanerinnen und zu große Schuhe – Neue Theorie

Heute habe ich eine neue Theorie dazu aufgestellt, weshalb viele Japanerinnen zu große Schuhe tragen.

Japaner lieben ja bekanntlich Disney.. Nicht nur die Kinder, sondern diese Liebe zieht sich durch alle Altersgruppen.

Geliebt werden auch nicht nur die Filme, sondern auch Mickey Mouse.
Sieht man sich nun mal Mickeys Freundin Minnie Mouse an, und vor allem ihre Schuhe…
Also so gesehen werden Japanerinnen doch schon von Kindesbeinen an daran gewöhnt, dass der Anblick übergroßer Schuhe absolut normal und ok ist, und man damit sogar so tolle Hechte wie Mickey abschleppen kann.

Warten auf mein neues Visum…

Gemischte Gefühle

Seit dem 10.April arbeite ich wieder und Chibi Mamo-chan geht in den Kindergarten.
Ich habe mich schon 1-2 Monate vorher sehr darauf gefreut, muss jetzt aber gestehen, dass in mir widersprüchliche Gefühle miteinander streiten..

Ich habe mich darauf gefreut durch die Arbeit wieder Zeit für mich alleine zu gewinnen. Die habe ich nun und genieße sie auch.
Aber irgendwie ist es auch ein komisches Gefühl so ganz wie früher am Schreibtisch zu sitzen.. Als hätte sich nichts verändert..
Nichts deutet darauf hin, dass ein paar Kilometer entfernt ein Baby abends darauf wartet aus der Kita abgeholt zu werden.
Das Gefühl lässt sich schwer beschreiben. Vielleicht sollte ich ein Kinderfoto auf den Schreibtisch stellen, hmmm….

Am Anfang durfte der Lütte nur 8 Stunden im Kindergarten verbringen. Ich arbeitete da also nur von 10 bis 16h.
Inzwischen darf er 10 Stunden bleiben und ich arbeite von 9 bis 17h.
Das ist mir ehrlich gesagt zu lang..
Ich weiß, dass Chibi Mamo-chan seine Zeit im Kindergarten genießt.
Jeden Morgen lächelt er die Erzieherinnen an und streckt seine Arme nach ihnen aus und jeden Abend lacht er sie zum Abschied an.
Nur leider habe ich nichts mehr von meinem Kind…
Denn durch das frühe Aufstehen schläft er manchmal noch auf dem Weg nach Hause ein und wacht erst morgens wieder auf.
Optimaler Weise schaffe ich es vor dem Einschlafen noch ihn zu baden, aber da meckert er dann schon rum. Zum einen weil er nicht liegen möchte sobald ich in der Nähe bin und zum anderen weil er müde ist.
Ich habe also praktisch in der Woche nichts von meinem Kind.
Bei Mamoru sieht es noch schlimmer aus. Der kommt nach Hause wenn Chibi Mamo-chan im Bett liegt und steht morgens auf wenn wir quasi schon aus dem Haus sind.

Was ich allerdings genieße: Wenn ich es schaffe den Lütten zu baden und ins Bett zu bringen, habe ich auch zu Hause etwas Zeit für mich alleine.
Was doof ist: Ich kann so spät nicht mehr Staubsaugen. Chibi Mamo-chan wacht nicht nach 1-2 Stunden auf um zu Spielen oder den Papa zu begrüßen. Dann sitze ich gelangweilt rum und gucke alle 5 Minuten, ob er auch wirklich schläft..

Ich würde wirklich gerne verkürzt arbeiten um auch richtig Mutter sein zu können… Dass ich nur so wenig wache Zeit mit dem Lütten habe passt mir nicht.
Aber was will man machen.. Geht halt nicht :(
Ich hoffe, er lernt bald richtig im Kindergarten zu schlafen und ist abends wieder ein bisschen munterer.

Schwanger in Tokyo – Die ersten Tage im Kindergarten

Chibi Mamo-chan ist jetzt seit Anfang April im Kindergarten und hat die Eingewöhnungszeit hinter sich.
Die Eingewöhnung war leider nur eine Woche, aber Dank seines Alters muss er immerhin noch nicht die ganz volle Zeit dort bleiben.

Ich weiß nicht warum, aber ich höre immer wieder, dass Ausländer nicht so glücklich mit japanischen Kindergärten sind..
Ok, im Sommer gibt es immer wieder Berichte von Kindern, die an Überhitzung gestorben oder erstickt sind, weil sich die Erzieher nicht ordentlich gekümmert haben (während des Mittagsschlafs weinende Kinder unter so vielen Futons versteckt, dass sie am Hitzschlag gestorben sind etc.), aber das waren meistens nicht von der Stadt überprüfte und gelistete Kindergärten.

Kein Wunder also, dass wir uns nur bei von der Stadt gelisteten Kindergärten angemeldet haben.
Die sind außerdem auch am billigsten für uns, da der Beitrag nach Gehalt berechnet wird.

Letztes Jahr habe ich mir elf oder zwölf Kindergärten angesehen und angemeldet haben wir uns für sie Ende November, weil wir ab Januar auf einen Platz gehofft hatten.
In Japan vergrößern sich nicht die Chancen auf einen Platz je früher man anmeldet, für alle gelten die gleichen Anmeldezeiten und entschieden wer einen Platz bekommt wird nach anderen Kriterien: ist die Mutter festangestellt und macht nur Pause? Alleinerziehende Mutter? Niedriges Einkommen?

Für all das gibt es einen Punktekatalog und je mehr Punkte man einheimsen kann, desto wahrscheinlicher bekommt man einen Platz.
Man hat sogar schon von Paaren gehört, die sich haben scheiden lassen, nur um einen Platz zu bekommen.
Kein Wunder! Scheiden und wieder Heiraten kann man innerhalb von ein paar Minuten wenn man es drauf anlegt…
Zumindest wenn beide Japanisch sind..

In Tokyo bekamen alle am 17.2. Bescheid ob sie einen Platz ergattern konnten.
Am 25.2. folgte eine gesundheitliche Untersuchung im Kindergarten und eine kurze Einführung in was alles benötigt wird. Am 25.3. dann noch ein kurzer Informationsvormittag und am 3.4. ging es los…

Was man alles benötigt:
Zwei große Taschen, Plastiktüten wie man sie (in Deutschland kaum noch) im Supermarkt bekommt, Mini-Plastiktüten, kleine Handtücher, große Handtücher, ein Matratzenbezug, einen Deckenbezug, einen Hut, zwei Lätzchen, 4x Wechselkleidung, Windeln und zwei mit Stoff beklebte Pappdeckel für ein Notizbuch.

Meine Mutter war so lieb und nähte den Matratzenbezug. Ich nähte den Deckenbezug und außerdem Namensschildchen an alle Kleidungsstücke, die eventuell mal im Kindergarten landen könnten.
Außerdem mussten wir üben, dass Chibi Mamo-chan Anrührmilch aus der Flasche trinkt.
Das war ein Chaos!! Aber eine Woche vor Beginn des Kindergartens haben wir es doch noch geschafft!

Auch in Japan gibt es Eingewöhnungszeit. Für Chibi Mamo-chan nur eine Woche, für andere Kinder länger, je nachdem wann die Mutter wieder anfängt zu arbeiten.
So standen wir am 3.4. um 9h auf der Matte, hörten uns an was morgens alles zu erledigen ist und richteten alles ein.
Dann gab es die obligatorische Vorstellungsrunde, danach „Mittag“ um halb 11 und danach konnten wir schon wieder nach Hause.
Der nächste Tag sah ganz ähnlich aus, nur gab es keine Vorstellungsrunde, sondern wir gingen mit den Kleinen raus.
Mittwoch durfte der Lütte zum ersten Mal alleine dort bleiben, von 9h – 10:45h…
Am Freitag kam dann aber die große Premiere und meine erste große Freiheit: Chibi Mamo-chan sollte von 9h – 13h im Kindergarten bleiben!
Das nutze ich für Dinge, die nur sehr schlecht mit Kind in Tragehilfe zu erledigen sind: Friseur, Ramen essen und Putzen mit fiesen Putzmitteln.
Beim Abholen dann das Grandiose…
Dem Lütten ging es gut, aber er könne am nächsten Montag nicht die ganze vereinbarte Zeit bleiben, von 8h – 18h, sondern dürfe nur acht Stunden im Kindergarten bleiben, weil er noch keine acht Monate alt ist.
Sobald er die erreicht hat, kann er die ganzen zehn Stunden dort bleiben.
Ja super, dass einem das so früh gesagt wird!!
Ich meine, irgendwann muss man so etwas ja auch noch seinem Chef beipulen…

Aber ich muss ja gestehen, dass mir die Regelung ganz recht ist. Mir war nämlich bei dem Gedanken, dass er so lange „alleine“ ist, ein bisschen mulmig.
Jetzt hat er noch ein bisschen mehr Zeit sich einzugewöhnen bevor dann das harte Leben losgeht.
Aber auch so fällt es ihm sichtlich schwer die acht Stunden im Kindergarten zu bleiben.
Er liebt es andere Kinder anzugucken, das Essen findet er toll, das Spielzeug ist neu und viel interessanter als seins zu Hause und die Erzieherinnen spielen tolle Sachen mit ihm. Aber das Schlafen fällt ihm schwer und abends darf ich es nicht wagen ihn mal kurz hinzulegen um auf’s Klo zu gehen oder mir Essen aufzufüllen. Dann geht das Gebrüll los.. Und gelacht wird erst wieder wenn der Papa nach Hause gekommen ist.
Verübeln kann ich ihm seine Anhänglichkeit aber nicht… Schließlich war er vorher nie so lange von mir getrennt und muss sich erst mal dran gewöhnen.
Wenn er gemerkt hat, dass ich jeden Nachmittag wiederkomme um ihn vom Kindergarten abzuholen und der Kindergarten viel viel spannender ist als mit mir einkaufen und spazieren zu gehen, hört er sicher von selbst auf zu klammern :)