Schwanger in Tokyo – Was man (unbedingt) braucht: Mutter und Kind

Bekommt man sein erstes Kind und hatte vorher nie hautnah mit Säuglingen zu tun, ist man wahrscheinlich recht erschlagen von der Sortimentsvielfalt.
Was braucht man wirklich und was nicht?

Fangen wir bei der Mutter in der Schwangerschaft an..
Umstandsmode!
Bin ich, wie ich finde, mit einem Minimum ausgekommen. Aber ich war auch im Sommer hochschwanger.
Ich hatte eine Jeans von Nishimatsuya und eine „Leggins“ vom selben Laden.
Die drei Oberteile, die ich mir gekauft habe, konnte ich später noch benutzen, waren nämlich gleich auch zum Stillen geeignet.
Inzwischen trage ich ein Top von Livin/Seiyu (gibt es bei Nissin im Onlineshop) am Liebsten. Davon habe ich gleich zwei gekauft.
An Schuhen habe ich hochschwanger nur noch Reisstrohlatschen getragen. Kein lästiges Anziehen mit dickem Bauch!
Sonst brauchte ich in der Schwangerschaft nichts. Ich hatte zwar ein Seitenschläferkissen, habe das aber eher zum kuscheln benutzt.
Einen Stützgurt hatte ich auch, der rutschte aber immer hoch wenn ich Jeans getragen habe und beim Toilettengang war er auch nervig..
Ich denke mal, beim Kissen und Gurt muss jeder selbst entscheiden, ob er es braucht. Beim Seitenschläferkissen bietet es sich vielleicht an eins zu kaufen, das man später auch als Stillkissen benutzen kann. Ob diese Kombi aber wirklich bequem ist weiß ich nicht.
Auch extra Stilltops braucht man nicht unbedingt. Viele tragen Zwiebel.. Zum Beispiel ein Trägertop drunter, das man runterzieht und darüber ein normales Top, das man hochzieht.
Auch Stillbhs sind nicht unbedingt nötig wenn man den normalen BH runterziehen kann.
Allerdings braucht man eh neue BHs…

Was ich jedem ans Herz legen kann ist ein Stillkissen. Es ist einfach super bequem.
Und mich rettete es! Alle Babys sind anders, aber meins schlief irgendwann nur noch auf dem Stillkissen oder im Ergo. Ohne Kissen wäre ich jetzt entweder nur noch ein Strich in der Landschaft oder ein nervliches Wrack.

Ob man ein Babybett braucht kommt drauf an.
Chibi Mamo-chan hat am Anfang noch darin geschlafen, aber irgendwann brauchte ich den nächtlichen Schlaf und verweigerte den Kampf ums Einschlafen. Seitdem schläft er bei mir.
Da man die Matratze aber sehr hoch stellen kann, fungiert das Bett als Wickelkommode und „Stubenwagen“. Es ist übrigens nur geliehen und wir müssen bald mal sehen ob wir verlängern oder drauf verzichten.
Erst spät habe ich ein tolles Gadget für das Bett entdeckt und musste es gleich nachbauen: zwei Haken und ein Plastikkistchen vom 100¥ Shop und fertig ist eine Box für Windeln und Potücher. Seit Chibi Mamo-chan größer ist tritt er die nämlich immer aus dem Bett..
In Japan gibt es unterschiedliche Bettgrößen (in Deutschland vielleicht auch?). Wenn man leiht kann man also mit einem kleineren Bett anfangen und dann entscheiden ob man noch ein größeres braucht oder nicht.

In Japan ist ein wichtiges Thema natürlich das Baden. Man lernt schon im Krankenhaus (und im Baby-Unterricht vorher) wie man ein Baby badet. Und das macht man jeden Tag!
In Deutschland würde man ein Baby wohl eher nicht jeden Tag baden, sondern nur zwei bis drei Mal in der Woche und die anderen Tage waschen.
Typische kulturelle Unterschiede… Aber wenn man jeden Tag badet, braucht man entweder ein großes Waschbecken, eine Babywanne, einen Babystuhl oder man nutzt die normale Badewanne.
Die normale Wanne und der Babystuhl werden erst ab einem Monat empfohlen.
Wir hatten zuerst eine große Babywanne mit Ständer, das stellte sich aber als extrem unpraktisch heraus und wir haben eine 2000¥ Wanne für die Spüle gekauft.
Also badete Chibi Mamo-chan immer in der Küche. Bis er mit etwa vier Monaten das Plantschen für sich entdeckte und wir mit Babywanne ins große Bad umzogen.
Die große Wanne benutzen wir nicht, deshalb kommt der Kleine nur bei den Großeltern in den Genuss einer Riesenwanne.
Chibi Mamo-chan liebt baden übrigens. Die große Wanne war ihm zuerst suspekt, aber nach etwas Training fand er die auch super.

Zum Thema Kinderwagen und Babycarrier habe ich hier schon mal etwas geschrieben.

Damit bleibt nur Kleinkram und Babykleidung
Fange ich mit dem an, auf das wir nicht hätten verzichten wollen.

Mulltücher! Zum Baby waschen und Kotze und Sabber abwischen.
Stoffwindeln! Als Spucktücher über der Schulter, Sabbertücher und Kuscheltuch.
Japanische Babyunterwäsche!
Sooo viel praktischer als Bodys!
Ich weiß nicht warum sich Deutsche selbst geißeln wenn es ums Baby anziehen geht..
Kleine Babys in Japan bekommen nur Sachen angezogen, die man wickeln oder knöpfen kann.
Das über den Kopf ziehen ist mal soo nervig bei den Kleinen!
Ich weiß, es gibt auch Wickelbodys, aber der Rest, Hosen und Shirts, sind nervig..
Am Anfang braucht man mehr Unterwäsche und Pyjamas, da irgendwann die Zeit kommt, wo Windeln immer auslaufen…
Für diese Zeit sind waschbare oder 1x Wickelunterlagen auch sehr sehr praktisch!
Spielzeug braucht man am Anfang nicht. Auch keinen Schnuller wenn man stillt. In den ersten sechs Wochen kann es sonst zu einer Saugverwirrung kommen.
Ein Fieberthermometer für das Ohr oder die Stirn ist praktisch, aber ein herkömmliches tut es auch.
Für die Mutter ist eine Milchpumpe nützlich.
Billiger sind die Handpumpen, relaxter aber natürlich die Elektrischen…
Lasst euch aber von der Hebamme zeigen wie man von Hand ausstreichen kann. Bei Milchstau hat die Pumpe bei mir nie funktioniert…
Wenn man viel Milch hat, braucht man außerdem Pads für den BH. Je nachdem wieviel man ausläuft reichen Baumwollpads oder aber man nimmt welche mit Plastikhintergrund. Die kann man billig in jedem Geschäft mit Babyzubehör kaufen.
Ab dem zweiten Monat muß man auch Babys Fingernägel schneiden.
Am besten wenn das Kind schläft. Also am besten noch ein Baby Nagelknipser oder eine Baby Nagelschere besorgen.
Für nachts ist natürlich ein Schlafsack praktisch, aber die japanischen „Schlafsäcke“ sind nicht soo das Wahre.
Man bekommt aber annehmbare im H&M Onlineshop oder bei Ikea.
Amazon hilft natürlich auch, aber dort sind sie teurer.

Viele schwören auch auf einen Wipper und Mobiles und Spielbögen und etc. pp…
Einen Wipper wollte ich eigentlich auch anschaffen, aber ich denke mir, jetzt lohnt sich das fast nicht mehr. Inzwischen muss ich schon überlegen wie ich die Wohnung Babysicher mache und das ist eine echte Herausforderung!
Über Tipps bin ich da sehr dankbar..

Habt ihr Kinder? Welches Zubehör habt ihr für unerlässlich gehalten?

Advertisements

3 Gedanken zu “Schwanger in Tokyo – Was man (unbedingt) braucht: Mutter und Kind

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s