Ausflug zum Edo Tokio Museum

Als meine Eltern zu Besuch in Tokio waren, wollte ich Ihnen unbedingt das Edo Tokio Museum zeigen.
Es ist das einzige Museum das ich bis jetzt in Tokio gefunden habe, dass ich zumindest ein bisschen interessant finde. Außerdem hat es eine besondere Bedeutung für Mamo-chan und mich.


Aber weil nur ein Museumsbesuch ein bisschen langweilig wäre, sind wir vorher noch ein bisschen etwas essen gegangen.
Das Edo Tokio Museum liegt direkt neben dem Ryōgoku Kokugikan, in dem die Sumo Kämpfe stattfinden.
Und was kann man dann besseres Essen als Chanko Nabe?
Wir suchten uns also ein Restaurant, in dem man Chanko Nabe essen kann. Irgendwann hatten wir mal im Fernsehen einen Bericht über eins gesehen, in dem es Fake-Sumo-Kämpfe gibt.
Da wir mittags dort waren gab es natürlich leider keine Kämpfe, außerdem hatten wir einen Platz, der es uns nicht ermöglichte auf den Ring zu gucken…
Im Moment suche ich immer nach Restaurants, die eine Bank zum Sitzen anbieten, damit ich eventuell einen Platz für Chibi Mamo-chan habe um ihn ablegen zu können.
Wir haben nicht nur zwei unterschiedliche Chanko Nabe bestellt, sondern auch viele Kleinigkeiten, damit meine Eltern ein bisschen den Izakaya Style kennen lernen konnten.

Miniaturgarten – Edoresidenz


Als wir fertig waren ging es dann aber ins Museum, das direkt gegenüber liegt.
Hier wollte ich gerne etwas ausprobieren.
Ich hatte vorher gesehen, dass man sich kostenlos Kinderwagen leihen kann.
Zu Hause haben wir nur einen Kinderwagen, den man erst ab vier Monaten benutzen kann. Wir gingen also zur Rezeption und fragten, ob sie Kinderwagen hätten, die man schon von Beginn an nutzen konnte.

Zwar hatten sie keinen den man komplett flach stellen konnte, aber einen der trotzdem geeignet schien.
Und so fuhr Chibi Mamo-chan zum ersten Mal Kinderwagen.
Es klappte auch ziemlich gut, er brauchte nur sehr sehr lange zum einschlafen.
Dank ihm durften wir auch Teile des Museums sehen, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt. Denn um von dem oberen Stockwerk ins untere zu gelangen, musste man extra die Angestellten bitten, dass man einen versteckten Fahrstuhl benutzen darf. Diesen Fahrstuhl darf man nicht alleine benutzen, man wird immer von Angestellten begleitet, weil er einen in die Eingeweide des Museums führt..

Pünktlich bevor das Museum schloss gaben wir den Kinderwagen ab und Chibi Mamo-chan landete wieder in der Tragehilfe.
Nach einem kleinen Streit mit dem nicht ganz hellen Servicepersonal durften wir den Fahrstuhl benutzen um raus zu kommen (wir hatten noch den Kinderwagen dabei) und siehe da in wen wir unten vor der Sonderausstellung hineinliefen?
Ja.. Mal wieder in den Tenno (Kaiser Akihito) und seine Frau.
Das war jetzt schon das zweite Mal.. das erste Mal fuhr er im Auto direkt an uns vorbei. Was kommt dann als nächstes? Darf ich ihm die Hand schütteln?
Ich mag den Kaiser und ich hoffe er darf bald abdanken und ein etwas entspannteres Leben führen.

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2 Gedanken zu „Ausflug zum Edo Tokio Museum

  1. Hallo!

    Das ist ja spannend, dass du dem Tenno im Museum begegnet bist! Aber wie darf man sich denn einen Kaiserbesuch vorstellen, ist da dann alles abgesperrt und es rennen eine Menge Security-Männer rum? Wie verhalten sich denn die anderen Besucher, mussten die dann aus der Sonderausstellung raus?

    Vielen Dank schon im Voraus,
    Daniela

    • Security habe ich nicht so viel gesehen… Der Tenno und seine Frau haben die Ausstellung nach den offiziellen Öffnungszeiten besucht und es gab nur eine Gasse aus Menschen, durch die sie gegangen sind.
      Wahrscheinlich Security, normale Bürger und Fotografen.

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