Gründe für den Blog

Gestern ist mir eingefallen, weshalb ich diesen Blog eigentlich angefangen habe zu schreiben.
Er sollte mir für mein sechsmonatiges Abenteuer in Japan als Tagebuch dienen und meine Familie und Freunde in Deutschland auf dem Laufenden halten was ich hier so treibe..

Nun ja.. Die Dinge haben sich irgendwie anders entwickelt als geplant..
Inzwischen sind aus den sechs Monaten vier Jahre geworden, ich habe hier meine eigene Familie und mit meinen Eltern und Freunden kommuniziere ich inzwischen mehr als zu der Zeit als ich in Deutschland war..

So hat sich auch der Blog in dieser Zeit ziemlich verändert.. Während in der Anfangszeit in Japan noch vieles neu und aufregend war, habe ich mich schnell an das Leben hier gewöhnt. Vielleicht ein Nachteil wenn man sich viele viele Jahre mit einem Land beschäftigt hat bevor man es dann bereist. All die tollen Sachen (sprechende Autos und Rolltreppen) hauen einen schnell nicht mehr aus den Socken.
Dementsprechend hielt ich es nicht mehr für nötig über solche alltäglichen Dinge zu schreiben.
Alltäglich trifft es recht gut.. „Wen interessiert’s wenn ich zum dritten Mal den Shinjuku Gyoen besucht habe?“ habe ich mehr als einmal gedacht. Also habe ich nicht drüber geschrieben.

Was ich inzwischen aber gemerkt habe ist, dass mir somit mein Tagebuch verloren gegangen ist! Ich schreibe nicht jeden Termin und jedes Ereignis in meinen Terminkalender und kann somit oft gar nicht mehr nachvollziehen was ich in einem Monat so alles gemacht habe und das ist eigentlich recht schade.
Wie ich schon in meinem Rückblick geschrieben habe: Ich hatte das Gefühl im Jahr 2015 gar nicht so viel gemacht zu haben. Erst als ich die Blogeinträge gezählt habe und in dem Wissen, dass ich über vieles vieles gar nicht geschrieben habe, ist mir bewusst geworden, dass ich doch recht viel gemacht haben muss. Was jedoch, weiß ich nicht mehr.

Vielleicht sollte ich den Blog also doch wieder mehr Richtung Tagebuch leiten und mir nicht mehr so viele Gedanken darum machen was interessant sein könnte und was nicht. Auch auf die Gefahr hin alle mit meinen Gartenbesuchen zu langweilen ^_-

Noch eins.. Eine der größten Veränderungen seit ich verheiratet bin ist, dass ich zu Hause meinen Computer nicht mehr benutze. Ich habe einfach nicht mehr die Lust ihn aufzuklappen und davor zu hocken.
An Wochenenden bin ich außer im Winter fast immer beschäftigt und habe ebenfalls weder Lust noch Zeit für den Computer..
Der ist aber nun mal wichtig um die Fotos für den Blog zu bearbeiten, sie hochzuladen und einzubinden… Wahrscheinlich die größte Bremse für neue Blogeinträge..
Sollte ich mich also ein wenig für „Back to the roots“ entscheiden und wieder mehr Tagebucheinträge verfassen, werden wohl weniger Fotos auftauchen…

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6 Gedanken zu „Gründe für den Blog

  1. mehr gartenbeitraege? unbedingt! habe deine anfangszeit nicht miterlebt (und auch noch nicht nachgelesen), bin also voller vorfreude!

  2. Ich nutze meinen Blog auch als Tagebuch. Nicht unbedingt für super persönliche Dinge, aber doch für Reisen usw. :) Es ist eh immer schwer vorherzusagen, was die Leser gern lesen möchten (außer man fragt sie…), von daher – schreib worauf du Lust hast!

    • Reisen sind ja auch irgendwie immer etwas anderes.. Aber wenn man zum 10. Mal im Kimono raus geht oder einen Garten zum x. Mal besucht..
      Wenn man bestimmte Hobbies hat, kommt halt alles irgendwann mal wieder ^_-

  3. Da werden alte Erinnerungen wach, wenn du darüber schreibst, wie du eigentlich nur ein Tagebuch für dich und deine Freunde uns Familie schreiben wolltest.

    Früher (ja, ich bin echt schon alt) nannte man es tatsächlich noch Online-Reise-Tagebuch und eine Kommentarfunktion gab es nicht. Stattdessen ein Gästebuch. Ich habe jeden Tag von meiner langen Reise geschrieben, dann kam ich nach Japan, und es wurde weniger und weniger. Erst nur noch ein Wochenbericht, dann nur noch monatlich und irgendwann hab ich die Seite Offline gestellt.

    Genau wie du es so schön beschrieben hast…“meinen langweiligen Alltag will doch niemand lesen“ dachte ich immer.

    Heute ärgere ich mich. Denn ICH SELBST hätte es heute sehr gerne nochmal gelesen, nochmal erlebt und mich erinnert. Also, nicht aufhören – so ein Tagebuch ist ein echter Schatz. Ob Online oder Offline.
    Liebe Grüße, Daniela.

    *Ich liebe Alltagsgeschichten aus Japan, denn mittlerweile lebe ich in Deutschland. Durch deine Artikel holst du mich aber wieder zurück, wie mit dem gerade. Dank dir dafür :-)

    • Hallo Daniela!
      Danke für deine Worte!
      Manchmal schmökere ich tatsächlich in meinem eigenen Blog, als wäre es der von jemand anderes und gehe von einem alten Beitrag zum nächsten. Jedes Mal mit einen „aha“-Erlebnis! („Oh, das habe ich damals wirklich gedacht?“ „Dass ich dort war habe ich ja schon total vergessen!“ usw.)
      Deshalb sollte ich vielleicht wirklich auch die für andere uninteressanten Kleinigkeiten aufschreiben.
      Ich habe schon damit begonnen.. Mal gucken wie lange es hält ^_-

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