赤坂をどり – Akasaka wodori

I had an awesome sunday in late March, thanks to some very special people.

First of all Tabea, who presented two tickets for a Geisha dance show to me.

Und ich hasse es ein Leben in 3 Sprachen zu führen, da kommt man immer durcheinander.. Mein Blog ist schließlich auf Deutsch!
Also:
Dann Anji, die mich begleitete, und mich mit ihrer Freude diese Tanzaufführung besuchen zu können, ansteckte.
Caro und ihr Freund hatten ebenfalls Karten bekommen und saßen auf den Plätzen hinter uns.
Ein bisschen weiter entfernt saß noch die Praktikantin der Japanisch-Deutschen-Gesellschaft.

Ich hatte bisher noch nie so eine Aufführung gesehen und war jetzt ganz gespannt was mich erwarten würde.

Seit 1949 gibt es die öffentlichen Tanzaufführungen der Geisha und ihrer Schülerinnen aus Akasaka einmal pro Jahr.
Denn, nicht nur in Kyoto gibt es sie, auch Tokyo hatte natürlich seine Geisha Viertel. Dazu gehörte neben Akasaka zum Beispiel auch Kagurazaka.
Die Zahl der Geisha reduzierte sich nach dem Krieg dramatisch, vor allem in Tokyo.
Um die Kultur zu bewahren, zeigten die Geisha ihre Künste nun auch vor Publikum. Aber nicht nur die traditionellen Geisha Tänze und Lieder, auch populäre andere Stücke der Edo Zeit.
Die momentan bekannteste Geisha in Tokyo ist übrigens Ikuko.

Was mich sehr glücklich machte, waren die Musikerinnen. Ich liebe ja Shamisen und natürlich waren diese Instrumente reich vertreten. Entzückt war ich, als ich beobachten konnte, wie sie zwischen zwei Stücken die Shamisen in eine andere Tonart stimmten.
Ich habe bis jetzt nur viel davon gelesen, dass die Koto, zu Deutsch oft einfach japanische Zither, in vielen unterschiedlichen Stimmungen gespielt werden kann, je nachdem welche Wirkung man erzielen möchte und je nachdem welches klassische Stück gespielt wird.
Das nun beim Shamisen zu sehen..
Da ich allerdings oft zu den Musikern schielte, die an der Seite der Bühne saßen, verpasste ich so einige Verwandlungen der Tänzerinnen..
Das wurde nach der Pause besser, als die Musiker erst ganz von der Bühne verschwanden und später ihr Podest an der Rückseite bekamen.

An die Tänze am Anfang erinnere ich mich schon gar nicht mehr. Denn etwa nach der Hälfte durften wir einen Tanz bewundern, der uns allen den Atem stocken ließ. Er war wunderschön!
Besonders faszinierend war die Verwandlung! Über dem eigentlichen Kimono war ein zweiter angebracht, der während des Tanzes mit einem Ruck vom unsichtbaren Staff entfernt wurde.
Da dieser Tanz so eindrucksvoll war, vergaß ich alles vorangegangene..
Danach gab es noch einige traditionelle Tänze, die alle sehr schön waren.

Was uns nach Ende der Vorstellung überraschte, alle Tänzerinnen tummelten sich oben im Eingangsbereich oder draußen vor der Tür, hielten Schwätzchen mit den Zuschauern, schossen Fotos und.. verkauften Kugelschreiber..
Und so kamen wir auch zu einem Gruppenfoto mit der berühmten Kaoru..
Geisha sind Unterhaltungsdamen. Und das sind sie in Tokyo wirklich auf allen Ebenen. Während die Geisha und Maiko in Kyoto sehr scheu sind, kein Wunder bei den Touristenmassen, die alle Fotos von Geisha wollen, kamen die Tokyoter direkt auf jeden zu. So auch Kaoru zu uns: „Wollt ihr ein Foto?“ „Ähm ja? Wenn es keine Umstände macht?“
Eine Schülerin knipste schnell ein paar Fotos von uns.
Als sie fertig war, zückte Kaoru einige Kugelschreiber und meinte: „Hier! Wollt ihr nicht unsere Kugelschreiber kaufen? Die sind ganz toll! Man kann eine Fahne mit allen Darstellerinnen rausziehen! Mit allen Namen!“
Wir lehnten freundlich ab, nicht ohne schlechtes Gewissen, schliesslich hatten wir ein Foto mit ihr machen dürfen, aber letztendlich sah sie ein, dass wir nicht bereit waren 1000¥ für einen Kugelschreiber zu bezahlen. Nicht mal wenn er alle Namen und Bilder der Tänzerinnen zeigte..
Später versuchten es noch einige andere uns Kugelschreiber anzudrehen…

Nach einem Gruppenfoto unter einer Trauerkirsche, die schon blühte, trennten sich unsere Wege.
Es war ein unglaublich schönes Erlebnis und ich bin sehr froh, dass mir Tabea diese Karten schickte. Von selbst hätte ich die Veranstaltung niemals entdeckt.

Fotos gibt es übrigens keine, weil während der Aufführung keine erlaubt waren, ich nach der Aufführung zu faul war meine Kamera rauszuholen und ich nicht die Geduld der Geisha strapazieren wollte, weil wir mit 3-4 Kameras Gemeinschaftsfotos wollten..
Anji hat schon über das Event geschrieben und ihr könnt dort ein paar Fotos sehen.

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4 Gedanken zu “赤坂をどり – Akasaka wodori

  1. Das mit dem 3-sprachigen Leben kenne ich XD Und es dauert soo viel laenger, den Blog auf 2 Sprachen zu fuehren (in der eigenen Muttersprache schreibt man eben doch besser… )! Hoert sich jedenfalls nach einer tollen Auffuehrung an, so etwas wuerde ich mir auch gerne mal angucken.

    • Sie machen das jedes Jahr. Einfach schon mal im Kalender vormerken ^_-
      Ich hatte auch mal überlegt, ob ich den Blog zweisprachig führen soll. Aber inzwischen weiss ich auch, dass ich dafür gar nicht die Zeit und Geduld hätte. Ich komme ja nicht mal auf Deutsch hinterher :(

  2. Ich freu mich, dass ich dir eine Freude machen konnte ^-^ Sieht wirklich verdammt toll aus und ich will gar nicht wissen, wie lange die da jedes Mal brauchen fürs Ankleiden & Schminken…

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