Die Legende von der Riesenkröte

Vor Neujahr habe ich zwar fleißig geschrieben, um die Feiertage herum war ich allerdings etwas beschäftigt..
Der obligatorische Neujahrseintrag kommt auch etwas später, trotzdem wünsche ich allen Lesern natürlich ein Frohes Neues Jahr!
Aber jetzt zum eigentlichen Eintrag:

In der Edo-Zeit gab es rund um das Edo-Schloss viele Residenzen einflussreicher Leute. Die Straßen, die die Residenzen umgaben, prägen das heutige Tokyo noch immer, auch wenn die Grundstücke oft längst verkauft und anders aufgeteilt sind.

Streift man durch Azabu, entdeckt man vielleicht einen Schrein, der mit Statuen von Kröten geschmückt ist und in dem man Schutztalismane gegen Feuer erwerben kann.
Seltsame Paarung, oder?
Nicht wirklich, wenn man folgende Legende kennt:

Auf dem Grundstück der Yamazaki Familie gab es einen See mit Insel, wie es typisch für die Edozeit war.
Um 1821 wurden dort zwei Gefolgsleute von Yamazaki von einer riesigen Kröte gefressen.
Yamazaki wurde daraufhin unglaublich sauer, worauf die Kröte ihm im Traum erschien um sich zu entschuldigen.
Sie versprach ihm, ihn als Entschuldigung zu beschützen, was sie auch tat, als 1821 ein großer Brand die gesamte Gegend zerstörte.
Nur Yamazakis Haus wurde verschont, weil die Riesenkröte mit dem Wasser aus dem See das Feuer löschte.

Den See gibt es bis heute. Allerdings nicht für jeden frei zugänglich. Er gehört, in etwas verkleinerter Form, zum Garten des Apartmenthauses „The House Gama-ike“.
„Gama“ ist der japanische Begriff für Kröte. „Gama-ike“ bedeutet dann einfach „Krötensee“.

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