Mach immer ein Back-up! (Sengenyama mit Jambo)

Wie oft habe ich mir das schon gesagt und wie selten dann auch wirklich gemacht..

Und da haben wir dann den Salat.. Zwei seehr lange Beiträge, geschrieben im Shinkansen von Kyoto nach Tokyo, futsch!
Ebenso wie so einige Fotos aus Kyoto.. Naja Pech.
Wenn ich Langeweile habe schreibe ich sie nochmal.

Jetzt wollte ich jedoch nicht über Back-ups und verlorene Daten schreiben, sondern über „Sengenyama“ und den Hike dorthin.
Ich war mal wieder mit Momokohime wandern und das bedeutet seit einiger Zeit mit Jambo.
Nochmal zur Erinnerung: Jambo ist eine gemeinnützige Organisation. Zu den Wanderungen kommen Japaner und Ausländer und jeder hat 1000¥ zu zahlen. Die kommen dann einem guten Zweck zugute.
Das Geld dieses Hikes geht an die Kinder in Tohoku, die immer noch unter den Folgen des Erdbebens und nachfolgenden Tsunamis leiden.

Außerdem war dieses Mal auch Kato-chan dabei. Mein Kohai.
Wir trafen uns im Zug von Shinjuku nach Odawara.
In Yoyogi-Uehara stieg auch gleich der Hike-Leader dazu und ich muss sagen, er ist ein äußerst humorvoller Ausländer. Absolut herrlich!
Nach ein paarmal Umsteigen kamen wir in Miyanoshita an.
Das ist eine Station gelegen an einer Bummelbahnstrecke.
Diese Bummelbahn hat eine Partnerschaft mit einer schweizer Eisenbahn, weshalb ich genau diese Strecke vor einiger Zeit im japanischen Fernsehen gesehen habe, vorgestellt durch Haruka Christine, eine halb Japanerin, halb Schweizerin.
Dass ich kurz danach mit dieser Bahn gefahren bin war aber nur Zufall.
In Miyanoshita begann unser Hike. Allerdings ohne Fußbad (es gibt dort ein durch eine heiße Quelle gespeistes öffentliches Fußbad), dafür mit Frisbee.
Außerdem wurde das Geld eingesammelt.
Ein Auszug aus dem Humor des Leaders:
„Falls jemand unterwegs verloren gehen sollte,
..kurze Pause..
ist mir das völlig egal, ich hab jetzt euer Geld!“ *fieses Lachen*

Der Weg begann steil und eng.
Aber da die Bäume schon ihre Blätter verloren hatten, konnten wir immerhin hin und wieder einen Blick auf den Fuji erhaschen!
Ausgerechnet aber bei der Aussichtsplattform Fujimidai (富士見台) standen immergrüne zu groß gewordene Bäume im Weg.
Endlich wurde es flacher und wir gelangten zur Abzweigung: Gipfel 5 Minuten, Wasserfall 20 Minuten.
Wir vertrieben uns die Zeit mit Frisbee bis alle eingetrudelt waren und machten uns dann Richtung Wasserfall auf.
Der Abstieg war toll, wie ein natürlicher Arashiyama Bambusweg. Und der Wasserfall erst!
Er ist ein Teil des Hakone Geoparks und das Wasser ist warm!
Zu seinen Füßen machten wir Mittagspause.
War auch bitter nötig. Ich habe in der Nacht zuvor nicht viel Schlaf bekommen, Mann hatte Spätschicht und liebe Frau wartet, und deshalb nicht die Muße am Morgen großartig zu frühstücken.
Leider reichte das Mittag nicht um meinen Magen ausreichend zu füllen.
Hinauf auf den Berg ging es über eine andere Route und der Abstieg wurde von Meerblick und Wildschweinspuren begleitet. Überall haben sie den Boden aufgewühlt. Der Sengenyama muss ein Wildschweinparadies sein.

Übrigens lesen Japaner den Namen des Berges leicht falsch. Ich dagegen lese den Namen vieler Schreine falsch, die mit den gleichen Kanji geschrieben werden.
Sehr aufmerksame Leser meines Blogs haben beim Namen eventuell schon aufgehorcht.
Na? Wer erinnert sich an meine Beiträge über Fujizuka?
Sengen ist die alte Lesung für Asama.
Früher wurden die Schreine einer Sekte so genannt, die eng mit Bergen verbunden ist. Ihr gehört auch die Spitze von Mount Fuji..
Irgendwann wandelte sich der Name von „Sengen“ zu „Asama“ und die Schreine heißen „Asama jinja“.
Fujizuka sind kleine künstliche Berge, gebaut mit Gestein und Erde vom Fuji.
Menschen, die keine Möglichkeit hatten den echten Fuji zu besteigen, konnten dafür auf die Fujizuka steigen.
Auch heute gibt es vor allem in Saitama noch viele Fujizuka, aber auch in Tokyo findet man so einige.

Natürlich ist auch die Geschichte des Sengenyama mit der Asama-Sekte verwoben, daher hat der Berg seinen Namen.

Im Dorf angekommen ging es nach einem kurzen Zwischenstopp im Konbini gleich weiter ins Onsen.
Onsen ist herrlich und ich genoss es!
Ich hoffe, ich kann noch so einige Bergonsen besuchen!
Hakone ist übrigens bekannt für Onsen. Deshalb auch der Besuch dort..

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2 Gedanken zu „Mach immer ein Back-up! (Sengenyama mit Jambo)

  1. Voll schön! *__*
    Wenn die Fahrt bis dahin nicht immer so viel kosten würde, würde ich viiiiiel öfter wandern gehen. Und naja, der Muskelkater spielt auch ne Rolle *hust*

    • Dieses Mal hatte ich eigentlich keinen Muskelkater hinterher..
      Mag am Onsen gelegen haben oder daran, dass der Hike nicht so anstrengend war..
      Aber teuer war er.. Holla die Waldfee!

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