Shamisen Konzert im Rikugien

Dank Claudia wusste ich, dass vorletzten Sonntag und Montag (eigentlich Feiertag) ein Shamisen Konzert im Rikugien sein würde.
Sie selbst konnte nicht hingegen, weil sie für einen Job nach Deutschland flog, aber ich hoffe, meine Fotos und Videos erfreuen sie ein bisschen.
Claudia, er hat außerdem angekündigt, er würde nächstes Jahr wieder kommen.

Herr Yamanaka war kein uralter Shamisenspieler, obwohl er schon sehr lange spielt.
Seine eigenen Stücke sind sehr modern, laut und schnell. Auch interpretiert er altbekannte Lieder gern modern.
Weil er die Omis und Opis im Publikum aber nicht allzu sehr vor den Kopf stoßen wollte, obwohl die auch bei den anderen Stücken heftig applaudierten, spielte er zum Schluß noch ein wenig Enka.
Zwischenzeitlich lockerte er die Vorstellung zusätzlich noch etwas dadurch auf, dass er den Unterschied zwischen Tsugaru Shamisen 津軽三味線 (größer, breiter, schwerer) und Hosozao Shamisen 細棹三味線 erklärte.
Außerdem würde das Bachi 撥 ja wie ein Reislöffel aussehen oder?
Also kann man Shamisen auch mit Reislöffel spielen? Ja, man kann! Auch mit kleinerem japanischen Löffel und T-Point Card. Zeigte er uns alles..
Aber mit Bachi geht’s nun mal am besten, weshalb er doch damit weiter spielte..

Natürlich schaute ich mir nicht nur das Konzert an, sondern lief danach noch durch den Garten.
Das ist inzwischen aber nicht nur Vergnügen, sondern auch Arbeit.
So schaute ich kaum, raste von einer Infotafel zur nächsten und drehte kurze Videos.
Außerdem machte ich natürlich auch viele Fotos..
Wahrscheinlich nervte ich so einige Besucher, weil ich eine leicht gehetzte Atmosphäre verbreitete.
Allerdings konnte ich so auch endlich die Teile vom Rikugien sehen, in denen ich bis jetzt noch nicht war. Man mag es nämlich kaum glauben, aber bisher war ich noch nie alleine dort und konnte somit nicht in Ruhe dorthin gehen, wo ich hingehen wollte..
Weil ich aber doch schon ein paar mal dort war, konnte ich recht ungezwungen Fotos machen. Das meiste habe ich ja schon fotografiert.
Was mich aber sehr ärgerte war, das ich ein Foto vom letzten Mal, das leider verwackelt war, nicht nochmal schießen konnte. Da haben sie doch einfach den traditionellen Stop-Stein durch nen Backstein ersetzt, auf den sie auf Japanisch und Englisch geschrieben haben, dass man dort nicht weiter gehen darf.. *grummel*
Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten vom Rikugien. Nur, dass sich in mein Buch doch tatsächlich eine Fehlinformation eingeschlichen haben könnte..
Ich werde nochmal ausführlich überprüfen welcher Stein im See der schlafende Drache ist..

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