Coffee and Food in and around Tokyo: Buta Yarō Rāmen in Ekoda

Anfang März war ich mit Mamoru, formerly known as D., Rāmen essen. (Im Buch benutze ich keine Kürzel, sondern volle Namen. Daher der Wechsel von D. -> Mamoru.)
Rāmen sind sein Hobby, weshalb ich inzwischen eine relativ große Palette an Rāmenrestaunts besucht habe.
Buta Yarō Rāmen (豚野郎ラーメン) hat vor kurzem neu eröffnet. Statt Chikara Meshi gibt es an der Straßenecke jetzt halt ein weiteres Rāmen Lokal. Als wenn es davon in der Ecke nicht schon genug gäbe..
Aber gut, es ist neu, also mussten wir es testen!
Der Name, wenn man ihn spricht, hat übrigens eine doppelte Bedeutung. „Yarō“ bedeutet so viel wie „Lass es uns tun!“ und „Buta“ bedeutet „Schwein“. Mit Kanji geschrieben ergibt sich diese Übersetzung allerdings nicht.

Vor dem Laden steht ein großer Aufsteller mit den verschiedenen Gerichten, die es gibt. Auf der Schüssel werden Berge aufgehäuft. Entweder nur bestehend aus Sojasprossen oder aber aus Sojasprossen mit Fleisch.
Außerdem kommt die Schüssel auf einem Untersetzer. Ich hatte so etwas bereits im Fernsehen gesehen und erwartete jetzt eigentlich, dass meine Schüssel randvoll mit Brühe gefüllt war. Denn bei den Rāmen im Fernsehen haben sie tatsächlich aufgefüllt bis es übergelaufen ist.
Das ist bei Yarō Rāmen aber nicht der Fall. Was mich eigentlich ganz glücklich machte. Es fiel mir eh schon schwer den Berg zu bezwingen um an die Nudeln zu kommen..
Aber dazu später mehr.

Im Eingang erwartete uns ein Ticketautomat. Allerdings kein einfacher mit Knöpfen, auf denen die Gerichte stehen, wie das sonst der Fall ist, sondern ein hochmoderner Touchscreen-Automat, wie ihn Nakau (なか卯) inzwischen auch eingeführt hat.
Da ich Ausländerin bin, hatte ich mit dem Bestellvorgang nichts zu tun. Ich wurde lediglich gefragt: „mit Fleisch?“. Meine Antwort darauf ist immer „Ja!“.. Aber ich bekam eine doppelte Portion cute
Ich stellte mich also ein bisschen abseits und guckte gespannt zu, wie Mamoru sich durch die Auswahl kämpfte. Bis die Angestellte dazu kam und ein wenig half. Das tat sie bei jedem neuen Gast, der in der kurzen Zeit seit der Eröffnung noch kein Stammgast geworden ist.. Soviel zum Thema: Einfachheit der modernen Touchscreens..

Bis wir unsere Rāmen bekamen, blieb genug Zeit den Laden ein bisschen unter die Lupe zu nehmen.
Man kann ganz normal Wasser trinken, aber auch Bier und Softdrinks bestellen.
Natürlich gibt es zusätzlich zu vielen Rāmenvariationen auch Beilagen wie Gyōza oder Chahan.
Außerdem kann man die Angestellten um ein Haarband bitten, wenn man sein eigenes vergessen hat.
Lange offene Haare nerven etwas beim Essen von Rāmen…
Wenn einem die Plastikstäbchen zu unsauber erscheinen, kann man auch um Wegwerf-Stäbchen aus Holz bitten.
Papiertücher stehen überall zur Verfügung. Das ist mir wichtig.. Ich mag keine Rāmenlokale, in denen man keine auf dem Tresen stehen hat.
Was mir etwas negativ aufgefallen ist, direkt an meinem Platz standen die Gläser für das Wasser. Ich bin jetzt aber kein geübter Nudelsuppen-Esser. Ich kann immer noch nicht richtig schlürfen (aber ich übe!) und spritzen tut es bei mir auch sehr gerne. Es hätte also durchaus passieren können, dass ich die Gläser leicht schmutzig hinterlasse.
Außerdem gibt es geschnittenen Knoblauch in Selbstbedienung. Man setzt sich also hin und bekommt von links und rechts ne Duftwolke ab.
Das war dann auch wirklich der größte Minuspunkt. Knoblauch (ニンニク) gibt es bei Rāmen oft als optionales Topping. Hier schwamm er aber gleich mit in der Brühe.
Das hatte ich bei dem Gestank des Knoblauchs zur Selbstbedienung nicht erwartet.. Mamoru wohl auch nicht.. Denn als ich mich nach dem Essen darüber ausgelassen habe, fragte er mich, ob der Knoblauch am nächsten Tag ein Problem sei. Nein, war er nicht.. Bei ihm aber schon, wie er meinte, er hätte am nächsten Tag einige Kunden zu betreuen..
Da Yarō Rāmen aber sowieso auch vom Geschmack nichts Besonderes waren (das Fleisch war lecker, die Brühe nicht schlecht, die Rāmen etwas geschmacklos – man kann sie in normal und dick bestellen), werden wir wohl trotz Punktekarte, die uns sofort aufgedrängt wurde, nicht mehr dort essen. Denn es gibt in der gleichen Gegend ein ganz ganz ganz ganz tolles Rāmenrestaurant. Mamorus Favorit.. Und wenn das geschlossen sein sollte, gibt es immer noch Asaka Rāmen, deren Hauptgeschäft mein Stammlokal in Asaka ist..


Webseite: www.yaroramen.com
Öffnungszeiten: 11-22h
Adresse: 東京都練馬区旭丘 1-75-1-1F / Tokyo-to, Nerima-ku, Asahigaoka 1-75-1 1F

Das erste Lokal befindet sich übrigens in Kanda.

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2 Gedanken zu “Coffee and Food in and around Tokyo: Buta Yarō Rāmen in Ekoda

  1. Sieh mal einer an. Bei uns in Ebisu hat Chikara Meshi – zu meinem Leidwesen – auch dicht gemacht, und stattdessen ist dort ein… genau, Buta Yarō. Wird dann wohl die gleiche Firma dahinterstecken. So sehr ich Ramen mag – Chikara Meshi wäre mir lieber gewesen.

    • Es machen jetzt ja viele Chikara Meshi in Tokyo dicht. Wäre wirklich mal interessant, ob wirklich überall ein Buta Yarō eröffnet…
      Ich finde es auch schade… Habe zwar nur einmal dort bei Chikara Meshi gegessen, aber in der Gegend gibt es unglaublich viele Ramen Läden, da bietet Sch.. auf Reis doch ein bisschen Abwechslung.

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