Vergangener Dienstag – Feiertag!

Am Montag nutzte ich den halben Arbeitstag um gefühlte Tonnen an Schnee zu schippen.
Zwar hätte ich frei haben können (eben wegen der Schneemassen), aber ich machte mir Sorgen um die Knochen der Büroangestellten, die über eine Fläche bestehend aus Eis und angetauten und wieder gefrorenen Schnee hätten schlittern müssen um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen.
So war ich von kurz vor 8-12 Uhr damit beschäftigt, das Gelände der Firma ein wenig trittsicherer zu machen.

Eigentlich stand für den nächsten Tag Arbeit an der Tafel. Aber.. ich muss nie an Feiertagen arbeiten! Und im Arbeitsnachweis-Buch, in den man jeden Tag seinen Stempel setzen muss, war dieser Tag ebenfalls als frei gekennzeichnet.
Also ging ich nicht zur Arbeit, sondern tat das, was ich sowieso schon 1 Woche lang für diesen Tag geplant hatte..
Das kam meinem Rücken auch zugute, der hatte nämlich bösen Muskelkater vom Tag zuvor..

Ich ging morgens in einen Garten, um mal wieder einen japanischen Garten im Schnee zu fotografieren. Eigentlich wollte ich nicht nur zum Kyu Furukawa teien, sondern auch noch in den Rikugien, da diese Gärten praktischerweise fast nebeneinander liegen.
Aber…. irgendwie bin ich im ersten Garten hängen geblieben..
Wie geplant war ich um 13h am Garten. Wie geplant war ich nach einer Stunde mit der Runde und dem Fotografieren fertig. Nicht geplant war, dass ich an einer Führung durch eine Ehrenamtliche teilnahm..
Aber als ich grade gehen wollte, wurde über die parkinternen Lautsprecher durchgegeben, dass die Führung in 5 Minuten starten würde. Ich schlenderte ein wenig um die Dame herum und als sich noch eine Japanerin dazustellte, gab ich mich auch als Interessentin zu erkennen. Alleine wollte ich nicht mitgehen, denn dann hätte die Frau sich vielleicht genötigt gefühlt mehr Englisch zu sprechen und das mag ich den Ehrenamtlichen nicht antun. Die Führungen sind als rein japanisch ausgeschrieben, aber sobald ein Ausländer auftaucht, verfallen die Guides gerne mal in Panik.
So versuchte die nette Dame sich an zwei englischen Sätzen, was ihr nach langer Überlegungszeit auch gut gelang, sprach aber zum Glück ansonsten nur Japanisch.
Ich verstand nicht alles, aber einiges und erfuhr so auch einiges über den Garten, was ich noch nicht aus den Flyern und dem Internet kannte.







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Das alte Geländer der Komagome-Brücke.

Als die Führung um 15 Uhr beendet wurde, überlegte ich noch auf dem ganzen Weg zur Bahn, ob ich nicht doch noch in den Rikugien gehen sollte, entschied mich aber dagegen, da mein Hauptziel für diesen Tag Einkaufen war.
Ja… eigentlich darf ich das nicht, aber ich habe mir eine Shopping-Sondererlaubnis erteilt.
Nur für dieses eine Mal!
Später am Abend wollte ich mich noch mit D. zum Abendessen in Ikebukuro treffen, deshalb fuhr ich nicht wie ursprünglich geplant nach Shinjuku, sondern lief durch die Kaufhäuser in Bukuro.
IMG_9044Und stellte fest, dass ich Shinjuku wirklich lieber mag! Schon die Auswahl an Starbucks‘ ist in Ikebukuro bescheiden.. Ich wollte gerne einen Kaffee trinken und meine Füße aufwärmen und nebenbei arbeiten. Aus verschiedenen Gründen ist Starbucks immer meine erste Wahl (liebe Grüße an Asu ^_-).
Die Geschäfte in den Kaufhäusern gefielen mir auch nicht sonderlich gut. Aber ich habe immerhin etwas kleines gefunden, muss aber noch einmal los.. Normalerweise mag ich shoppen, aber dieses Mal freue ich mich nur bedingt drauf, weil ich befürchte, noch einige Geschäfte abklappern zu müssen bis ich zufrieden bin. Und darauf habe ich keine Lust..
Das wird dann eine Aufgabe für das nächste Wochenende. Das wird sowieso ganz doof und öde und langweilig und kalt und ich freue mich absolut nicht drauf! Werde es wahrscheinlich nur mit Massen an Blendy Sticks und Süßigkeiten irgendwie überleben.
IMG_9046Also, nach dem halb erfolgreichen Tag gab es dann noch ziemlich leckeres Essen. Es gab „westliches“ Essen. Die Japaner haben spezielle Gerichte, die sie als „westlich“ bezeichnen und dafür gibt es dann eigene Restaurants. Das Essen ist billig, schmeckt und sieht für mich absolut nicht westlich aus..
Ich hatte gebratenes Gemüse mit irgendeiner Soße und darauf ein rohes Ei. Dazu gab es Reis und Misosuppe.
D. bekam Reis, Misosuppe und sehr pfeffriges, dünnes, gebratenes Schweinefleisch auf kleingeschnittenem rohen Kohl, wenn ich mich nicht irre…
Naja, sehr japanisch sah das Essen auch nicht aus und da man irgendwo sagen kann, dass die meisten Länder westlich von Japan liegen… Vielleicht hat das Essen doch westliche Wurzeln..

Ich habe übrigens nicht drauf geachtet was Dienstag für ein Feiertag war.. Da ich im Moment auch keinen Kalender besitze (das wird auch noch eine Aufgabe für’s Wochenende), kann ich auch nicht einfach nachsehen.
Die Feiertage sind immer ein bisschen spannend, weil man manchmal das Gefühl hat, Japaner erfinden Feiertage, nur um auch in jedem Monat einen unterzubringen. (Nein, ganz so ist es nicht, es gibt auch Monate ohne Feiertag! Auch wenn diese selten sind..)
So.. und da ich diesen Beitrag eigentlich nur geschrieben habe, um Fotos vom Kyu Furukawa teien zu zeigen, höre ich jetzt mal lieber auf irgendetwas daher zu schreiben..
Ich drücke mich dadurch sowieso nur vor der Arbeit.. *seufz*

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2 Gedanken zu „Vergangener Dienstag – Feiertag!

  1. …Na dann viele Grüße zurück zu dir im Starbuck…! ;)

    Der Garten sieht echt super aus!! *_*
    Ich werd mir von dir noch ne Liste obligatorischer Gartenbesuche machen lassen :P
    Wenn wir in Tokyo sind solten (theoretisch) die Kirschen grade in voller Blüte sein, hach! <3

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