夢の島温室植物園 – Der botanische Garten im Gewächshau​sdome von Yumenoshim​a

Ich bin verrückt nach Pflanzen, aber das wisst ihr ja inzwischen..

Und zwar mag ich eigentlich lieber Gärten die draußen sind, aber es verschlägt mich doch auch immer wieder an meinen alten Arbeitsplatz, das Gewächshaus.
Und so ging es letztes Wochenende in den Gewächshausdom auf Yumenoshima.
Yumenoshima ist die Insel, die in der Bucht von Tokyo auf Müll gebaut wurde. Sie war mal ganz groß in den Medien, das erinnere ich noch.
夢 – yume – bedeutet Traum und 島 – shima – bedeutet Insel.
Also übersetzt „Insel der Träume“. Man kann es aber auch als Vision übersetzen, was vielleicht noch schöner ist.

Auf Yumenoshima gibt es aber nicht nur die Gewächshäuser, sondern auch einen Yachthafen, viele Sportplätze, eine Sporthalle, ein Stadion, einen großen Park mit Grillplätzen und das Museum über das Schiff No.5 Fukuryu-maru.
Obwohl Yumenoshima nicht groß ist, habe ich nur einen kleinen Teil des Parks, natürlich die Gewächshäuser, den Yachthafen und das Museum besucht. Es war einfach zu warm. Der beste Platz war eine Parkbank unter Bäumen im Schatten.

Das Museum ist sehr klein. Es ist lediglich eine Halle, die über dem Schiff gebaut wurde. Um das Schiff herum befinden sich dann einige Ausstellungsstücke und Informationstafeln.
Natürlich dürfen auch die Girlanden aus gefalteten Kranichen nicht fehlen, denn diese findet man eigentlich überall dort, wo es einen Bezug zu Atombomben und Strahlung gibt.

Die No.5 Fukuryu-maru ist ein Fischerboot und befand sich im Bikini-Atoll als dort 1954 ein Atomtest stattfand.
Die Besatzung konnte nach Japan zurückkehren, und es wurde festgestellt, dass das gesamte Schiff kontaminiert war. Es wurden an den Netzen und Bojen und der Inneneinrichtung Radioaktivität nachgewiesen.
Alle Besatzungsmitglieder kamen ins Universitätskrankenhaus der Universität Tokyo und einer der Besatzungsmitglieder bat vor seinem Tod, dass die Nachwelt dafür sorgen solle, dass er das letzte Opfer einer Atombombe sei..
Ich hoffe es!

Die Gewächshäuser sind kuppelförmig angelegt, wobei sie jedoch keinen ganzen Kreis bilden, sondern nur einen Halbkreis.

Vor dem Eingang befinden sich rechts und links noch große Rasenflächen mit Wasserbecken, in denen スイレン – Suiren – Seerosen – und ハス – Hasu – Lotus – wachsen.
Außerdem auch Rabattenbepflanzungen. Ich nutzte die Flächen um endlich mal wieder barfuß zu laufen. Es war schön!

Im Gewächshaus gibt es einige Informationsaushänge, unter anderem wie die Wärme ins Gewächshaus kommt, dann geht es zu den Pflanzen.

Im Großen und Ganzen findet man die übliche Gewächshausbepflanzung mit „begehbarem“ Wasserfall. Das findet man oft in Japan.

Im B Dome gibt es eine Ausstellung über traditionelle tropische Wohnhäuser und die dazu passenden Nutz- und Gartenpflanzen.

Im C Dome gibt es etwas Besonderes, eine große Auswahl an Pflanzen von den Ogasawara Inseln. Diese Inseln gehören offiziell zu Tokyo, liegen aber etwa 1000 km entfernt im Pazifik. Sie liegen so isoliert, dass sich die Flora und Fauna zum Teil in eine andere Richtung entwickelte wie auf den Hauptinseln. Man findet also Arten, die es nur dort gibt!

Aber mal ehrlich, ich kann den dort wachsenden Pandanus nicht von den üblichen unterscheiden..
Nach dem C Dome geht es wieder zurück Richtung Eingang. Vorher kann man aber noch in ein kleines Gewächshaus mit Carnivoren (Fleischfressende Pflanzen) gehen oder im Freien gehaltene Pflanzen aus Australien bewundern.
Ohne dass man es wirklich gemerkt hat, ist man in den Domen die ganze Zeit bergauf gegangen. Deshalb führt nun eine Wendeltreppe oder ein Fahrstuhl nach unten. Links geht es zur Kinderspielecke mit einem Aquarium und zwei Terrarien und rechts zu einer Sonderausstellungsfläche (dieses Mal mit vielen verschiedenen Hibiskussorten) und dem Ausgang.

Beendet wurde der Tag mit einem leckeren Essen in einem Donburi Laden in der Tokyo Station!

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