群馬のドイツフェスティバル 2013 – Deutschlandfest in Gunma 2013

Als ich einmal zum Stammtisch der ぐんま日独協会 (Japanisch-Deutsche-Gesellschaft in Gunma) eingeladen wurde, wurde ich äußerst eingehend darum gebeten auch zum Deutschlandfest zu kommen.
Gesagt getan!
Am ersten Juni Wochenende fand das Fest statt und ich war zumindest Samstag dabei und habe geholfen.
Eigentlich hatte ich geplant nur als Besucher dorthin zu fahren, aber da T. mich sowieso schon als Helfer eingeplant hatte, konnte ich auch gut gleich den ganzen Tag dort verbringen.
Und ich muß sagen, es war eindeutig die richtige Entscheidung!
So stand ich also an meinem freien Samstag um halb 6 Uhr auf, machte mich in Windeseile fertig und fuhr zum Bahnhof.
Ich bin dieses Mal etwas anders gefahren. Statt 2 Stunden 3 Stunden und für 100¥ weniger.

Keines davon war aber der Grund weshalb ich diese Strecke wählte. Ich sehe mir gerne das Land an und diese Route sah aus, als würde sie nicht die ganze Zeit nur durch Städte fahren. Und meine Ahnung sollte sich bewahrheiten.

Zuerst ging es mit dem Tōbu Tōjo Semi Express bis Ogawamachi.

Dort stieg ich in die JR Hachiko Linie, die wirklich schon ein Bummelzug war und durch die Pampa fuhr. Links und rechts vom Wagon war zum Teil nur grüner Wald. Ausgesprochen schön!
In Takasaki stieg ich in die JR Agatsuma Linie, die mich und zwei andere Deutsche, die ich in der Bahn traf, nach Shin-Maebashi brachte.
Wir Mädels aus Tokyo (Saitama) stellten gleich fest, dass wir uns nun wirklich in der Provinz befanden, die Türen der Bahn gingen nämlich nicht mehr von alleine auf!! (Deutschland = Provinz?)
Am Bahnhof wurden wir von der Japanisch-Deuschen-Gesellschaft Gunma abgeholt und ins Rathaus gebracht. Dort fand das Fest nämlich statt.
Wir waren etwas überrascht, dass es nicht draußen stattfand, so wie das Deutschlandfest in Tokyo, bzw. wie man es eben in Deutschland erwartet hätte: auf einer Wiese mit Zelten.

Faszinierende Ähnlichkeit, oder?

An unserem Stand angekommen wusste erstmal niemand so genau was wir eigentlich machen sollten, also zogen die anderen Mädels (wir waren inzwischen insgesamt zu sechst) erstmal ihre Dirndl an. In den allgemeinen Fest-Vorbereitungen ist untergegangen, dass mir jemand von der Volkstanztruppe etwas passendes mitbringen sollte, weshalb ich leider zusammen mit einer anderen Deutschen ohne da stand.
Ich hätte gerne mal eins getragen..
Es gab zwei Aufgaben, von denen wir wussten, dass wir dafür angeworben wurden. Allerdings war die Koordination etwas chaotisch, weshalb wir teilweise nur etwas ratlos herum standen. Am Ende waren wir aber doch sehr fleißig! Haben Flyer mit dem Tagesprogramm verteilt, sahen gut aus, haben deutschen Bürgermeistern dabei geholfen japanische Bürgermeister zu verstehen und haben uns mit vielen Japanern unterhalten, die gerne etwas über Deutschland wissen oder einfach mit ein paar deutschen Damen plaudern wollten.

Zu der Bürgermeister-Sache möchte ich aber noch ein bisschen mehr erzählen.
Für alle, die es noch nicht wussten, es gibt eine Romantische Straße in Deutschland. Es gibt auch eine Romantische Straße in Japan. Und diese beiden Straßen feiern 25 Jahre Partnerschaft, weshalb eine Delegation nach Japan gereist ist. Auf dem Deutschlandfest gab es nun einen Empfang für die Gäste aus Deutschland und weil wir ja sowieso dort waren, wurden wir gefragt ob wir ein wenig übersetzen könnten.
Das Dolmetschen der Reden hat zum Glück jemand anderes übernommen, das hätte ich auch nicht geschafft.
Aber an meinem Tisch habe ich ein wenig zwischen dem Bürgermeister von Halblech - einem sehr netten Mann – und irgendeinem japanischen Mühlenbesitzer, der vielleicht auch Bürgermeister ist? vermittelt.
Später kamen noch einige andere Japaner hinzu, während ein anderer deutscher Bürgermeister irgendeines Kuhkaffs und seine Frau sich die ganze Zeit abseits hielten.
Dieser Mensch war die Unhöflichkeit in Person, aber ich muß mich bei ihm bedanken. Er hat wenigstens eine Bildungslücke bei mir geschlossen, indem er mir auf seiner Visitenkarte zeigte wo Rotenburg ob der Tauber liegt, vielen Dank! (Das war übrigens seine Formulierung.)
Der nette Bürgermeister hat mich am Ende noch eingeladen ihn anzurufen sollte es mich in die Gegend von Schloß Neu-Schwanstein verschlagen. Die Japaner habe ich noch gut zum Lachen gebracht, also kann ich eigentlich behaupten, dass der Empfang für meine Japanischkenntnisse recht gut verlaufen ist. Ich hatte vorher sehr große Bedenken ob ich es gewuppt bekomme.
Außerdem gab es ein sehr leckeres Buffet, an dem wir Deutsche uns nach dem offiziellen Teil noch versammelten.
Eine Angestellte des Restaurants war dann sogar noch so freundlich uns zu fragen, ob wir etwas eingepackt bekommen möchten.
Das war extrem nett von ihr, denn in Japan ist es absolut nicht üblich übrige gebliebenes Essen aus dem Restaurant mitzunehmen.
Ich habe sogar schon erlebt, wie ein Restaurant die Bitte eines Kunden abgelehnt hat.
Deshalb hat mich diese Frau sehr beeindruckt, die von sich aus auf uns zugekommen ist.

Gegen 18h wurde dann zusammen gepackt und alle Mitglieder der ぐんま日独協会 + alle aus Tokyo und Umgebung sind in ein Kulturzentrum? in Maebashi gefahren um dort den Tag bei einem Luxus-Sushi ausklingen zu lassen!

Vielen Dank an T. für das Foto!
Vielen Dank an T. für das Foto!

Vielen Dank an alle für diesen wundervollen Tag!

Meine Visitenkarten-Sammlung dieses Tages.
Bald lege ich mir ein Sammelalbum zu!

Ps. Rechtschreibfehler dürft ihr heute mal behalten, ich bin so müde, dass ich mich frage, wie ich überhaupt etwas Sinn in diesen Text bekommen habe..

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4 Gedanken zu “群馬のドイツフェスティバル 2013 – Deutschlandfest in Gunma 2013

  1. Das Deutschlandfest sollte Bayernfest heissen.
    Das da ein Unterschied besteht scheint den Japanern nicht klar zu sein.
    Der Gedanke erschreckt mich schon sehr. :) *urks*

  2. Ach was…da würde mir ja schon was einfallen. ^^
    Alle bekommen erstmal schicke Matrosenklamotten zum anziehen. *gg*
    Und ein Schifferklavier darf natürlich nicht fehlen. Das volle Bündel an nordischen Klischees und als Sahnehäubchen ein Pfeife rauchender Seebär. XD

    • Hm.. Und wer unterscheidet jetzt die Norddeutschen Matrosenkleidchen von der Japanischen Schuluniform?
      Und wo kriegen wir den Seebären her?
      (Man bedenke, dass wir nur 6 Mädels waren..)
      Aber ich werde deine Vorschläge das nächste Mal zur Sprache bringen!
      Vielleicht findet man ja doch noch irgendwo einen in einer Kneipe. Wär auf jeden Fall mal cool!

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