Kurz notiert: Amazake oder Amazake?

AmazakeIch habe ja auf dem Ausflug zum Takaosan zum ersten Mal Amazake getrunken und gleich noch etwas darüber gelernt.
Zum Beispiel, dass es zwei verschiedene Amazake gibt!
Einer ist mit Alkohol und der andere ohne. Man muß also aufpassen, welchen man kauft.. Allerdings sind beide sehr verschieden. Sowohl im Aussehen, als auch im Geschmack. Außerdem werden sie unterschiedlich geschrieben.
Der Amazake, den ich getrunken habe, sieht auf Japanisch so aus:
甘酒.
Es ist die alkoholfreie Version, die leicht nach Milchreis schmeckt. Hergestellt wird er, indem Reis der Schimmelpilz „Koji“ (麹) zugesetzt wird. Amazake wurde früher in der Edo-Periode im Sommer getrunken. Da allerdings kalt und nicht warm.
甘酒 hat viele Kohlenhydrate und ist sehr nahrhaft. Dank des Zuckers ist er ein wunderbarer Energielieferant und eignet sich somit hervorragend als Nahrungsersatz, wenn man im heißen japanischen Sommer absolut keine Lust hat etwas zu essen.
Heutzutage greift man auf isotonische Sportgetränke zurück oder wie in meinem Fall auf Salat, Pepsi oder Cola und kalten Kaffee..
Deshalb kann man sich nun den Luxus erlauben, 甘酒 im Herbst und Winter warm und nach einer anstrengenden Bergwanderung zu trinken und den leckeren, süßen Geschmack zu genießen.
Der alkoholhaltige Amazake nun, 酒粕 (Sake kasu), ist der Restbestand aus den Tanks, in denen der normale Sake gebraut wird. Er wird erhitzt, mit Zucker vermischt und dann getrunken.

Das Ganze wiederum ist natürlich nicht mit 暑酒 (Atsusake), heißem Sake, zu verwechseln!

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