Kaiserpalast und Nō

Kaum aus dem Urlaub zurück, stand schon wieder das nächste Wochenende mit den nächsten Plänen an.
Ich war mit D. verabredet um den östlichen Garten des Kaiserpalastes zu besichtigen. Obwohl wir uns erst um halb 2 Uhr trafen, war es sehr kalt. Fast den ganzen Tag über ließ sich die Sonne nicht blicken, weshalb die Temperaturen auch nicht stiegen. Normalerweise wird es in Tokyo warm sobald sich die Sonne blicken lässt. Nun ja, Pech..
Am Anfang fotografierte ich noch begeistert, später vergrub ich meine halb gefrorenen Hände lieber in den Jackentaschen. Nur ab und zu holte ich die Kamera noch hervor. Aber das Spannendste am Kaiserpalast sind meiner Meinung nach eh die Mauern und Gebäude im Eingangsbereich.



Diese Auswüchse sieht man bei Ginkgo in Deutschland recht selten.
Ich möchte nichts Falsches erzählen, meine mich aber zu erinnern, dass es diese Auswüchse nur an weiblichen Bäumen gibt.

Im Inneren der Anlage gibt es zwei getrennte Bereiche. Den unteren 二の丸 (Ninomaru) und den weiter oben gelegenen 本丸 (Honmaru).
Im Ninomaru befindet sich ein japanischer Garten, der mich aber irgendwie eher an einen englischen Garten erinnerte. Warum ist schwer zu beschreiben.
Japanische Gärten in Japan unterscheiden sich normalerweise deutlich von Japanischen Gärten in Deutschland. Vielleicht wirken die alten Gärten irgendwo natürlicher, allerdings nicht im Sinne von Natur.. Der Garten im Kaiserpalast wirkte auf mich steif. Das wurde durch die extrem geraden Hecken und geometrischen Formen der kurzgeschorenen Gehölze auch noch verstärkt.


Deshalb konnte er mich irgendwie auch nicht so sehr begeistern. Das Dach des in der Nähe gelegenen alten Teehauses dafür umso mehr.

Im Honmaru gab es dann so etwas wie kleine Pflanzensammlungen, zum Beispiel verschiedene Bambussorten. Das wäre eigentlich sehr interessant gewesen, wenn mir nicht so kalt gewesen wäre.. So liefen wir nur Richtung Ausgang und sahen uns nicht den gesamten Bereich an.

Nach dem Besuch des Kaiserpalastes fuhren wir zur Ginza um im oberen Stock des Matsuya eine Ausstellung zu anzusehen. Nō ist ein Theater, in dem alle Rollen traditionell ausschließlich von Männern und Jungen gespielt werden. Oft werden Masken getragen, zum Beispiel um Frauen und Dämonen darzustellen. Die Bewegungen im Nō sind sehr strikt und langsam. Gefühle werden durch bestimmte Gesten dargestellt.
In der Ausstellung wurden hauptsächlich alte und neuere Gewänder und Masken ausgestellt. Man fand aber auch das ein oder andere Schriftstück in Altjapanisch und zwei Fernseher, auf denen Nō gezeigt, beziehungsweise erklärt wurde.
Oft zierten die Gewänder verschiedene blühende Pflanzen, die ich leider nur selten erkannte. Ich muß mehr über die stilisierten Blüten in Japan lernen!

Solche Fehler sieht man oft. Ich finde sie herrlich!

Danach schlenderten wir noch ein wenig über die Ginza auf der Suche nach Uniqlo und aßen Anpan.

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