メリークリスマス皆さん!! Frohe Weihnachten!

KekiEhrlich gesagt, in Japan bekommt man von dem was Weihnachten ausmacht nicht so viel mit, wenn man nicht gerade mit der ganzen Familie in dieses Land gezogen ist..
Zumindest ist in unserem Haus vom Weihnachtsflair nichts zu spüren.
Dabei sind Japaner aber ziemlich begeistert von festlicher Weihnachtsbeleuchtung! Überall sieht man (schön) geschmückte Häuser und überall in Tokyo gibt es spezielle Spots, mit einer speziellen Illumination. Auch viele Straßenbäume wurden mit Lichterketten versehen, so dass ich mich dort fast wie zu Hause fühlte. Vor allem die Bäume bei Ebisu und in der Nähe der Ginza haben es mir angetan.

Auch in den Geschäften ist alles weihnachtlich dekoriert und überall wird Werbung für クリスマスケーキ beziehungsweise ファミリーケーキ gemacht.
Trotzdem fehlt mir wohl irgendwie die eigene Wohnung mit Adventskranz und Weihnachtsbaum.
Und dann kam der 24. Dezember! Blauer Himmel und Sonnenschein bei über 10 Grad.

Obwohl ich erst um 1h nachts im Bett war, war ich schon um halb 8 wieder wach. Manche Dinge scheinen sich wohl auch im Alter nicht zu ändern. An Weihnachten kann ich einfach nicht lange schlafen..
Dieses Mal war es aber mein Glück, so war ich schon aufgestanden als mein Gastvater nach mir rief.
Er fragte ob ich heute schon etwas vor hätte und da ich erst ab ca. 16h verplant war, stimmte ich zu mit meinen Gasteltern nach 秩父 (Chichibu) zu fahren. Sie wollten dort den 宝登山神社 (Hodosanjinja) besuchen.



Nach dem Besuch dort, wurde Mittag gegessen. Es gab eine riesige Portion Soba mit Pilz-Tempura.
Ich hätte gerne etwas davon abgegeben, da ich leider nicht mehr viel Tempura essen kann, aber im Endeffekt musste ich doch alles alleine aufessen. Die Brühe habe ich wohlweislich schon stehen lassen..

Danach hatte ich eigentlich nur noch den Einkauf von Omiyage erwartet, aber es warteten noch zwei weitere Stationen.. Meine Gasteltern wollten noch einen befreundeten Landschaftsgärtner besuchen.
Der arbeitete heute jedoch und so warteten wir in seinem Haus auf ihn, während seine Frau uns bewirtete. Es gab Tee und Senbei und Erdbeeren! Am Ende durften wir auch noch roten Daikon probieren, der absolut lecker war! Ich hätte gerne mehr davon gegessen, hielt mich aber wieder wohlweislich zurück. Die Erdbeeren musste ich jedoch alle essen und einen Senbei auch..
Nach vielen gegenseitigen Dankesbekundungen fuhren wir weiter. Zu einem Erdbeerhof! Erdbeeren zum selbst pflücken im Dezember.
Hat jemand von euch schonmal Erdbeeren an Weihnachten gepflückt? Nun, ich jetzt schon..
Allerdings läuft es hier etwas anders und bequemer ab.
Die Erdbeeren sind natürlich im Gewächshaus. Sie stehen auf hohen Tischen, so dass man bequem durch die Reihen gehen und links und rechts pflücken kann. Und man sammelt die Erdbeeren nicht, sondern isst sie sofort.
Lustiger Weise haben die Erdbeeren von der linken Seite viel besser geschmeckt als die von der rechten. Ich vermute das liegt am Sonnenlichteinfall.

Mit diesem Verkaufssystem verdienen diese Erdbeerbauern wohl übrigens doppelt, denn erst zahlt man für das „All you can eat“ und dann nochmal, wenn man Erdbeeren als Omiyage mit nach Hause nehmen möchte.
Das „All you can eat“ hat umgerechnet etwa 15€ gekostet und mir wurde beim Eintreten gesagt, dass ich bitte viel essen soll, damit es sich auch lohnt.
Brav wie ich bin, habe ich das natürlich getan, aber danach war ich wieder kurz vor dem Platzen. Ich bin gespannt wie ich später noch das Abendessen in meinen Bauch bekommen soll. Naja, irgendwo findet sich sicher noch ein Plätzchen..
In Japan heißt es ja auch, Frauen haben zwei Mägen..
Aber was habe ich auch anderes erwartet bei einem Tag mit meinen Gasteltern? Schließlich sind sie berüchtigt dafür, dass sie mich gut füttern..
Eigentlich sollte ich um 16h wieder zu Hause sein, damit ich noch mit meiner Familie in Deutschland telefonieren konnte. Aber wie sollte es anders sein, steckten wir auf der Rückfahrt im Stau. Wir stehen auf der Rückfahrt immer im Stau! Egal um welche Tageszeit und an welchem Wochentag.
Dieses Mal lag es jedoch ausnahmsweise an einem LKW, der die Nähe der Leitplanke gesucht hatte und nicht einfach nur an den Automassen.
Ich konnte dann wenigstens noch 5min mit Deutschland telefonieren, wobei ich die Hälfte der Zeit irgendwo in meinem Zimmer irgendwelche Sachen zusammengesucht habe, bevor ich schon wieder los musste..

Abendessen

Dafür war der Abend dann aber sehr entspannt und ich hatte ein wirklich schönes Weihnachten!

Meine Familie habe ich allerdings trotzdem vermisst..

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