Ausflug zum Fujisan

Wobei ich manchmal das Gefühl habe, ich bin die Einzige, die ihn so nennt..

Ich höre ständig Mount Fuji.

Der Tag begann nach einer sehr kurzen Nacht. Ich bin erst kurz vor 1h nach Hause gekommen und um 4h klingelte schon wieder mein Wecker.
Irgendwie schaffte ich es aber mich unter die Dusche zu schleppen und danach war ich ein kleines bisschen wacher. Trotzdem schlief ich die meiste Zeit der Autofahrt. Irgendwann nach 6h wurde es Zeit für das Frühstück an einer Autobahnraststätte. Hier wurde ich zum ersten Mal richtig wach und war vom Anblick der Berge um mich herum erstmal ziemlich überwältigt.

Nach diesem Stop blieb ich wach um die Aussicht zu genießen.
Relativ schnell kam ich auf den Gedanken, dass irgendwo ein Skyline Treffen sein musste, so viele wie uns überholt haben..
Dann kam der Fujisan in Sicht!
Ja.. also.. Mit Schnee hat er mir ehrlich gesagt besser gefallen. Zwar hatte es letzte Woche wohl das erste Mal geschneit, aber gesehen hat man davon nichts. Beeindruckend ist allerdings, wie dieser Kegel aus der Landschaft ragt, denn er schließt sich nicht ans umgebende Gebirge an, sondern steht für sich alleine.


Nachdem wir einmal um den Kawaguchiko herumgefahren sind und von dort die Sicht auf den Berg genossen haben, sind wir zur Fuji Subaru Line gefahren. Das ist eine Straße, die bis auf über 2000m hinaufführt. Sie ist gebührenpflichtig und kostet pro normalem PKW 2000¥, das entspricht etwa 20€.
Die Straße war sehr nett. Sie erinnerte mich ein wenig an die Route 33 nur leider mit weniger Kurven. Die Natur um die Straße herum war wieder sehr sehr schön. Schöner als an der Route 33. Viele Felsen, viel Moos und je weiter man nach oben kam, desto mehr schöne verkrüppelte Zedern gab es.
Kurz vor Ende der Straße fing es dann an sich fürchterlich zu stauen. Es wurden immer nur begrenzt Autos weiter vorgelassen um bis ans Ende zu fahren.

Endlich dort angekommen erwarteten uns einige riesige Gebäude, vollgestopft mit Omiyage.
Hinter den Gebäuden lag ein Schrein. Ich beiße mich jetzt noch in den Hintern, dass ich keine Wunschtafel aufgehängt habe.. Vielleicht sollte ich das in einem Tokyoter Schrein nachholen..
Meiner Gastmutter ist im Übrigen wohl die Höhe nicht gut bekommen. Ihr ging es plötzlich sehr schlecht, weshalb wir relativ schnell wieder vom Fujisan runtergefahren sind. Störte mich nicht so sehr, da ich sowieso nicht in den Wald hätte gehen können und mir der Fujisan aus der Ferne eh besser gefällt. Leider hatte es sich in der Zwischenzeit etwas zugezogen, weshalb der Gipfel in den Wolken verschwand. Wir hatten also aus der Ferne auch keinen guten Blick mehr.

So machten wir uns auf den Weg irgendwo hin. Ich bekam nicht viel mit, da ich wieder eingeschlafen bin. Es ging zu einem Drug Store, in dem kartonweise, ich vermute mal Pfirsiche gekauft wurden. Ich blieb im Auto und hatte die Aktion nicht wirklich mitbekommen. Auch nach diesem Stop konnte ich meine Augen nicht offen halten. Es sollte wohl in eine andere Stadt, Isawa-onsen, zum Mittagessen gehen. Das Lokal unserer Wahl war aber derart beliebt, dass es es schaffte die ganze Straße davor zu verstopfen. Vor unserem Auto warteten etwa 8 andere Fahrzeuge darauf auf den Parkplatz fahren zu können, der zugegebenermaßen nicht klein war. Zum Glück bestanden meine Gasteltern nicht darauf dort zu essen, sondern fuhren stattdessen weiter in die nächste Stadt. Dort kamen wir rechtzeitig in ein kleines chinesisches Lokal. Alle anderen nach uns mussten warten. Ich muß gestehen, dass mir unser selbstgekochtes chinesisches Essen vom Vorabend eindeutig besser geschmeckt hat. Also meins jetzt nicht so, aber das der anderen Beiden. Vielen Dank nochmal dafür!

Nach dem Essen ging es zum letzten Programmpunkt, einem sehr berühmten, alten Garten im Erinji. Den Garten fand ich sehr schön, aber ebenso begeistert haben mich die Gebäude. Ich liebe es ja, dass man bei alten japanischen Häusern einmal rund ums Haus gehen kann ohne einmal den Boden zu berühren. Und hier gab es noch Brücken und verwinkelte Nebengebäude.. Einfach nur schön!







Nach diesem Besuch sollte es zurück nach Asaka gehen. Kurz hatte ich noch die Hoffnung wir könnten früh genug zurück sein, dass ich heute noch an den Strand könnte, da es morgen den ganzen Tag regnen sollte, aber dann machten wir noch an einem Weintraubenhof Halt und auf der Autobahn wartete ein wunderschöner Stau. Dieses Mal scheine ich die Einschlafphasen meines Gastvaters übrigens verschlafen zu haben, das hat mir äußerst gut gepasst!

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