Die Arbeitswoche (Donnerstag – Samstag)

Ja, richtig! Eine reguläre sechs Tage Woche, wie ich sie alle 14 Tage haben werde..

Mittwoch war für mich der letzte Tag auf den Spielplätzen, ab Donnerstag sollte es nach Tokyo gehen! Genauer gesagt nach Itabashi. Dort pflegt die Firma das Gelände einer Uni und wie ich Samstag auch noch feststellen durfte das einer Grundschule.

Aber bevor es Donnerstag mit der Arbeit los ging, sind mein Gastvater und ich noch zur CityHall gefahren um mich dort anzumelden. In Japan braucht jeder Ausländer, wenn er länger als 90 Tage im Land bleibt, eine Alien Registration Card. Diese wollten wir an diesem Morgen beantragen.
Auf dem Weg dorthin habe ich übrigens etwas sehr sehr seltsames beobachtet.. Mein Gastvater hielt vor einem Gebäude und verschwand darin. Ich vermutete es war eine Bank. Ich hatte kurz meinen Blick vom Haus abgewandt und als ich wieder hin sah, standen die Türen offen und es kamen sehr viele Männer heraus. Aber nicht einfach nur so, jeder schob ein Fahrrad oder einen Motorroller. Ich würde locker auf über 10 Personen tippen und ich frage mich ernsthaft wo die mit ihren ganzen Fahrzeugen her kamen..

Aber gut, zurück zur CityHall.. Ich wäre nicht ich wenn ich den Besuch nicht voll in den Sand gesetzt hätte.. Zwar hatte ich die beiden geforderten Passfotos dabei, aber grade als unsere Nummer aufgerufen wurde, fiel mir ein, dass ein Pass ja wahrscheinlich auch ganz nützlich wäre. So mussten wir also noch einmal zurück fahren und ihn holen. Ein Glück ist Asaka klein.
Wenn nicht ständig Stau wäre, würde man die Strecke in maximal 5 Minuten bewältigen, wenn nicht noch schneller.
Die restliche Antragstellung verlief ohne Probleme und Dank der vorläufigen Bescheinigung (die Karte bekomme ich dann in zwei Wochen) konnten wir auch gleich noch zur Bank fahren und mein Konto eröffnen.
Nun habe ich also diese Gänge schonmal hinter mir, bleibt noch das Handy..

Danach hat mich mein Gastvater dann höchstpersönlich nach Tokyo gebracht. Es war selbstverständlich Stau. Man erlebt kaum eine Autofahrt ohne Stau..
Der Arbeitstag an sich verlief dann sehr ruhig.. Ein bisschen krauten, den Gewitterguß abwarten.. Keine neue Arbeit mehr anfangen sondern mir lieber noch einen Schrein und einen Park zeigen..
Auch der nächste Tag war sehr entspannt. Hier wurde dort gekrautet wo es am Vortag zu naß! war und der Efeu gestutzt, der durch den Zaun wuchs.
Samstag ging es wie schon erwähnt zur Grundschule. Hier wird nur Samstags gearbeitet, weil sonst zu viele Schüler unterwegs sind.
Auch hier wurde wieder gekrautet (was sonst) und tote Kletterpflanzen aus Töpfen entfernt.
Das Spannendste war hier nur, dass natürlich so wenig Dreck wie möglich gemacht werden durfte, weil wir uns innerhalb des Gebäudes befanden.
Sehr schön war übrigens die Dachterrasse! Und von der Pflanzenbeschilderung bin ich immer begeisterter. Warum gibt es nicht mehr davon in Deutschland?


Wenn man genau hinsieht, sieht man mit Wasser gefüllte Wasserflaschen als Beetbegrenzung. Diese dienen wohl gleichzeitig als Gießwasser-Auffangbehälter. Sehr interessant.


So macht man eine Plane sturmfest.



Terrassen der Uni


Haupteingang


Vor fast jedem Haus stehen solche Massen an Topfpflanzen.


Teil des Schreins


Dachterrasse der Grundschule


Mein Lieblingspolygonatum

Den Vogel abgeschossen hat aber der Samstagabend.. Hier sollte es eine Willkommensparty
geben. Nicht nur für mich, wie mir immer suggeriert wurde, sondern auch für den Trainee, die seit Anfang April da ist, und für eine Büroangestellte.
Es gab einige Reden (zum Glück war ich vorbereitet, danke danke danke Meike!!!), viel Essen und noch mehr zu Trinken. Unter anderem eine Riesenflasche Weißwein, das gleiche nochmal als Rotwein, eine Flasche Wiskey und jede Menge Bier.
Im musste natürlich von allem probieren >.<
Zusammenfassung des Abends war also ein Glas von allem..
Zwischendurch hat die Trainee dann noch ihre Gitarre hervorgezaubert und ein Lied zum Besten gegeben (das war vorher abgesprochen und fiel ihr sichtlich schwer, denn auch sie musste Wein und Whiskey probieren..) danach wurde die Gitarre aber an einen anderen Angestellten weitergereicht und ein Lied nach dem anderen geschmettert. Natürlich musste ich auch singen, am besten was Deutsches.. Ja super! Als wenn mir da auf Anhieb irgendetwas einfallen würde. Am Ende ist es „Guten Abend Gute Nacht“ geworden, weil der eine Japaner das so toll findet und immer den Text mit sich rum schleppt. Den habe ich auch gleich verpflichtet mitzusingen, hat aber nicht so gut geklappt, weil er den Text nicht konnte und ich Probleme mit der Melodie hatte. Also hat mein lieber Kollege schnell auf „Ode an die Freude“ umgesattelt mit einem Text den ich nicht kannte.. Nun gut, den mir bekannten habe ich auf Deutsch mitgesungen, den Rest nur ge“lala“t. Spaß hatten trotzdem alle.


Der böse böse Whiskey..


Die Reste des Essens..

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