Was sagt eigentlich die Waage?

Vor einiger Zeit habe ich euch berichtet, wie ich in kürzester Zeit auf Vor-Schwangerschaftsgewicht gekommen bin.

Aber wie sieht es jetzt eigentlich aus, seitdem ich wieder arbeite?

Adidas Laufschuhe

Tja… ich muss leider gestehen, dass sich in letzter Zeit über meiner für japanischen Körperbau geschnittenen Hose Rettungsringe bilden…

Das traurige dabei ist, dass ich immer noch mein Wunschgewicht habe. Die Massen haben sich lediglich von oben nach unten verschoben und es ist etwa ein Kilo dazu gekommen.

Kommt davon wenn man zum Sesselpupser wird! Leider habe ich nicht so viel Arbeit draußen wie es mir lieb wäre und die paar Spaziergänge am Wochenende kompensieren meine Sucht nach Café Latte mit Zucker und Mushipan leider nicht..

Und was nun?

Das einfachste wäre wohl, ich täte einen Laden auf, der meine Hosenart (hauteng) in highrise (also bis über den Bauchnabel) verkauft.. Aber das kaschiert ja nur das Problem, wenn auch schnell.

Auch wenn ich mit meinem Gewicht zufrieden bin, mit meinem Bauch und meinen Beinen bin ich gar nicht glücklich..
Jetzt ist die Frage, was tun?
Natürlich sollte ich erstmal auf den Kaffee verzichten. Und auf das Mushipan. Aber eigentlich wollte ich mich auch mal wieder sportlich betätigen.
In Asaka habe ich gejoggt und ich hätte auch mal wieder Lust dazu. Nur weiß ich nicht, ob meine Knie das mitmachen.
Auf Schwimmen hätte ich auch Lust, aber da müsste ich erstmal eine Mitgliedschaft in einem Sportclub erwerben und auf überfüllte Becken, in denen man nicht in Ruhe Bahnen schwimmen kann, habe ich auch keine Lust.
Also doch erstmal Diät und neue Hose und dann helfen wohl nur gute Vorsätze für das neue Jahr und eventuell meine neuen Laufschuhe. Die gab es für den halben Preis, da kann man nicht meckern..

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Der Koishikawa Kōrakuen (mit Kind)

Als es diesen Januar so viel in Tokyo geschneit hat, quasi über Nacht 20cm Neuschnee, habe ich die Gelegenheit genutzt um Schneefotos eines Gartens zu machen.
Lieber wäre ich in den Kyu-Furukawa Garten gefahren, aber der Weg dorthin ist anstrengend und so wurde es der Kōrakuen mit der U-Bahn Station direkt vor der Tür.

Als ich um halb 10 ankam, tropfte es schon überall von den Bäumen, denn Minusgrade haben wir tagsüber normalerweise nicht und es war ein wunderschöner Tag mit Sonnenschein.

Die Freiwilligen und Angestellten waren auch schon seit morgens auf den Beinen und hatten bereits viele Wege zugänglich gemacht, bzw. abgesperrt. Auf die beiden Hügel im Garten durfte man leider nicht hinauf.

Ich war natürlich nicht die einzige, die es mit Kamera in den Park gezogen hatte, auch viele andere Hobbyfotografen waren schon dort. Allerdings war ich sicher die einzige mit Stress..
Ich musste nach dem Besuch noch möglichst zeitnah in die Firma und Schnee schippen und natürlich war ich beruflich im Garten…
So hieß es Fotos mit der Spiegelreflexkamera machen, Fotos mit dem Handy, sowie Videos auf Englisch, einen Livestream auf Englisch und noch ein kleines Video auf Deutsch..
Das ganze absolvierte ich innerhalb einer Stunde.

Aber genug geplappert, kommen wir zu einem kurzen Abriss über den Garten:
Tokugawa Yorifusa begann ihn 1629 in Edo zu errichten.
Vollendet wurde er von seinem Sohn Mitsukuni.
Beide gehörten nicht der Hauptlinie der Tokugawa Familie (Familie des Shoguns) an, sondern einem Seitenzweig, dem Mito-han, die aber in Notfällen auch den Shogun stellen durften.
Der Mito-han ist bekannt für seine Großzügigkeit gegenüber des Volkes.
So gab es in Mito Schulen und die Gärten wurden regelmäßig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Kōrakuen ist ein typischer Daimyo Garten. Er lud damals sowohl zum Spazierengehen als auch zum Bootfahren ein.
Man findet in ihm unterschiedliche Bereiche wie den inneren Garten, den Garten um den großen Teich herum oder die Obsthaine.
Außerdem wurden berühmte Landschaften aus Japan und China aufgegriffen und im Kōrakuen in einem eigenen Stil umgesetzt.
All diese findet ihr mit Bildern in meinem 23 seitigem Guidebook.
Ihr könnt es hier für eine begrenzte Zeit kostenlos downloaden wenn ihr den Code ginkgoleafs beim Checkout eingebt.

Dieser Garten im Bunkyo Bezirk ist einer der Gärten, die ich für Besucher mit Kinderwagen empfehlen würde.
Zwar kann man von einigen Bahnen auf Grund der Lage der Fahrstühle nicht den direkten Weg zum Eingang nehmen, aber dennoch ist der Kōrakuen der Garten mit der besten Verkehrsanbindung.
Die Wege im Garten sind meist breit genug für Kinderwagen. Es gibt jedoch einige Bereiche, die überhaupt nicht zugänglich sind, wie der Hügel hinter dem Oi Fluss mit den Überresten der Kiyomizudera und dem Berg Lu, sowie der Hügel hinter der Vollmondbrücke.
Der innere Garten ist bedingt zugänglich, hier gibt es lediglich einzelne niedrige Treppen.
Manche Bereiche, wie der Obsthain, sind über einen kleinen Umweg auch ohne Stufen und schmale Brücken zu erreichen.

Wenn ihr mehr sehen wollt, könnt ihr gerne das Video unten anklicken.
Und wenn ihr kein Pflanzen-Nerd seid, überhört bitte meinen Kommentar über die Leute, die Lotus und Seerosen nicht unterscheiden können oder guckt euch dazu diesen Link an.

Wenn ihr das kostenlose Angebot für das eBook verpasst habt, könnt ihr hier und hier und hier noch mehr über den Garten lesen.


Mit x gekennzeichnete Wege haben Treppen.

Adresse:
東京都文京区後楽一丁目
Tokyo-to, Bunkyo-ku, Koraku 1chome

Anreise:

    Bahnhof Iidabashi

  • Ōedo Linie
  • Namboku Linie
  • Tōzai Linie
  • Yurakucho Linie
  • Sōbu Linie
    Bahnhof Kōrakuen

  • Mita Linie
  • Marunouchi Linie

Öffnungszeiten:
9:00 – 17:00
(Einlass bis 16:30)

Eintritt:
Erwachsene 300 Yen
Ermäßigt (Kinder von außerhalb & Rentner) 150 Yen

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Coffee and Food in and around Tokyo: Schmatz Shinjuku

Als das erste Schmatz relativ neu war, war ich einmal dort; nachzulesen hier.

Inzwischen macht sich das Schmatz überall breit und ich habe die Gelegenheit genutzt es noch einmal zu probieren.

Das Schmatz ist ein junges „deutsches“ Restaurant. Es hat kein Brauhausflair wie so viele andere deutsche Restaurants, sondern kommt recht modern daher.

Als ich zum ersten Mal dort war, gab es vor allem komische Würste in Brötchen.
Ob es die in Akasaka noch gibt weiß ich nicht, in Shinjuku allerdings nicht.
Und auch hier gilt wieder: das deutscheste an diesem Restaurant sind der Name und die Besitzer…
Wer authentisches deutsches Essen und Würste möchte, der muss woanders hingehen.

Lunch im Schmatz
(c) Anji Salz

Ich war mit Anji im Schmatz Shinjuku und wir waren beide nicht sonderlich begeistert.
An einem Samstag zur Mittagszeit war es recht leer, aber es waren unglaublich viele Mitarbeiter im Geschäft. Trotzdem mussten wir ewig auf unser Wasser warten.
Während man es üblicherweise direkt bekommt wenn man sich setzt, bekamen wir es erst nachdem wir schon bestellt hatten.
Auch die Bestellung war… Nun ja..
Wir wollten beide den Lunch mit Wurst und Schnitzel. Allerdings hatte ich auch Lust auf Currywurst und so wollten wir uns eine teilen.
Zuerst kam die Bedienung wieder um uns zu fragen, ob wir denn auch Pommes wollen, denn es seien keine bei der Currywurst dabei.
Nein danke, haben wir schon richtig bestellt (Pommes kosten extra).
Dann kam die Bedienung wieder und meinte, beim Lunch sei eine Currywurst dabei, ob wir wirklich noch eine extra wollten.
Nein, wenn da eine dabei ist, dann nehmen wir doch statt Currywurst eine Portion Pommes mit Kräutersalz.
Ach was für ein Fehler!
Ja, beim Lunch war eine Wurst dabei, aber von Curry keine Spur! Und die Pommes waren total versalzen und kaum genießbar, bzw. nur mit Ketchup oder Mayo hinunter zu bekommen..

Der Lunch war aber gut, wenn auch nicht sehr Deutsch.
Das Würstchen schmeckte japanisch und auch das Schnitzel war, weil Hähnchen, wenig authentisch. Die Beilagen, die es dazu gab, waren auch nicht sehr Deutsch, schmeckten aber durch die Bank weg gut. Nur der Kartoffelsalat hatte einen etwas seltsamen Beigeschmack. Wie rohes Ei? Lässt sich gar nicht richtig beschreiben.
Und der Kaiserschmarren schmeckte nach schlecht gemachtem Pfannkuchen. Von der eigentlichen Fluffigkeit keine Spur.

Für mich war beim Lunch das Kartoffelpüree, auf dem das Schnitzel lag, ein riesiges Problem.
Ich hasse Muskatnuss. Ich verabscheue Muskatnuss!
Und leider haben sie beim Kapü nicht an eben dieser gespart.
Ich musste das Schnitzel auf die Gabel spießen, das Püree abkratzen, und da es keine Teller gab, sondern nur Schüsseln, ganz unfein von der Gabel direkt abbeißen.
Nochmal ins Kapü legen wäre gar nicht gegangen.

Fazit: Service mies. Pluspunkt: der Chef dieses Ablegers? Wusste sofort was er mit meinem Kinderwagen anstellen musste. Ein Stuhl wurde zur Seite geräumt, so dass Chibi Mamo-chan im Kinderwagen am Tisch sitzen konnte.
Außerdem half er uns später den Wagen die Treppen wieder rauf zu tragen.
Das Essen war durchwachsen. Die Pommes nicht zu genießen, der Kartoffelsalat komisch und der Rest zwar lecker, aber nunmal nicht sehr Deutsch.
Der Lunch hat aber für die Menge ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wer Deutsch essen möchte, sollte lieber woanders hingehen. Wem deutsch-inspiriertes Essen schmeckt, der kann durchaus das Schmatz besuchen, sollte aber bei gewissen Gerichten vorsichtig sein.


Webseite: http://www.schmatz.jp
Öffnungszeiten:
MO-DO 11:30 – 15:00|17:00 – 23:00
FR 11:30 – 15:00|17:00 – 23:30
SA,SO, Feiertag 11:30 – 23:00
SUN / HOLIDAY 11:30 – 23:00
Karte:

Ueno Park (mit Kind)

Tessa fragte mich eines Tages, ob ich an einem Sonntag nicht mit raus wolle. Wollte ich! Eigentlich war der Plan der Kaiserpalast gewesen, was mir sehr gut gepasst hätte, da ich dort noch gleich Fotos für die Arbeit hätte machen können, aber irgendwie wurde es dann doch Ueno.

Ich kann der Ueno Gegend nicht viel abgewinnen. Einmal da gewesen sein reicht meiner Meinung nach. Zumindest mir..
Deshalb kam ich auch nur wegen des geplanten Zoobesuchs mit.

Eigentlich wollte ich in Japan nie wieder in den Zoo, aber bei anderen Ausländern hatte ich gelesen, dass der Ueno Zoo westliche Standards hätte.
Nun ja, dazu später mehr…

Der Ueno Park ist recht groß und hat für Erstbesucher einiges zu bieten.

Kadomatsu vor dem National Museum.

Um ihn herum befinden sich viele viele Museen sowie eine Musikhalle.
Rasenflächen sucht man aber vergebens.
Die Museen sind u.a die folgenden: Tokyo National Museum, National Museum für westliche Kunst, Ueno Royal Museum, National Museum für Naturwissenschaften, Ueno Shitamachi Museum und das Tokyo Metropolitan Art Museum.
Ich war bisher nur im Tokyo National Museum, da dies einen Garten besitzt. Aber das Museum für westliche Kunst bekommt viele interessante (und dann sehr überfüllte) Ausstellungen und der Blauwal in Lebensgröße vor dem Science Museum ist auch beeindruckend.
In der Musikhalle war ich ebenfalls bereits. Allerdings kommen die großen und guten Orchester nicht hierher.

Eingang zur Kinderbibliothek

Etwas anderes Interessantes findet man ein Stück entfernt, westlich vom Tokyo National Museum. Dort gibt es nämlich eine internationale Kinderbibliothek.

Alter Eingang zum Bahnhof Zoo.

Noch ein Stückchen weiter weg findet man das alte Eingangsgebäude zum Bahnhof Ueno Zoo der Keisei Linie.
Sucht diesen Bahnhof mal auf einer Karte!
Nicht gefunden? Kein Wunder! Den gibt es nämlich nicht mehr!
Nun ja, gibt es doch, wird aber nicht mehr angefahren. Mit Glück könnt ihr aus der fahrenden Keisei Linie einen Blick auf ihn erhaschen.

Das Ueno Park Areal gehörte früher zum Kan’ei Tempel. Es war ein riesiger und mächtiger Tempel, der eng mit dem Tokugawa Shogunat verknüpft war.
Als es während der Meiji Restauration zum Boshin Krieg kam, stellte sich der Tempel auf Seiten des Shogunats und verlor mit ihm.
Viele Teile des Tempels wurden während des Krieges zerstört, doch so manche Überreste und Neubauten finden sich doch.
Die Haupthalle befindet sich ein ganzes Stück weit Richtung Nippori und ist wenig spektakulär. Sie stammt von einem Tempel aus Kawagoe und ist eine typische Haupthalle wie man sie überall findet.
Spannender ist da die große Pagode im Zoo, die riesige Laterne vor dem Toshogu Schrein, dieser selbst, das große Buddhagesicht auf dem Hügel, sowie die Kiyomizudera nachempfundene Halle mit Terrasse.
Auch der Inari Schrein ist interessant und dort habe ich das einzige Neue entdeckt.
Der Inari Schrein beherbergt eine sehr starke Gottheit. Tokugawa Ieyasu bat diese ihm zu helfen und siehe da, er wurde Shogun und begründete eine der mächtigsten Dynastien Japans.
Die Gottheit befindet sich hinter einer Gittertür in einem grottenähnlichen Teil.
Es wird auf einem Schild (nur Japanisch) darauf hingewiesen, dass nur Menschen, die die Gottheit ehren wollen hinein dürfen.
Mein Mann meinte zu mir, ich könne ruhig gucken gehen, was ich auch tat.
Er selbst jedoch blieb lieber draußen, denn er als Japaner hätte vor der Gottheit mehr zu befürchten als ich Ausländerin.
Wir waren nun mal nicht gekommen um die Gottheit zu besuchen..

Haupthalle des Kan’ei-ji aus Kawagoe.

Aber zurück zum Tempel. Besucht man die Haupthalle, so kann man auf einer Tafel nachlesen, dass das Tokugawa Shogunat sich bemühte in Ueno ihr kleines Kyoto nachzubilden.
Kyoto wurde damals aufgrund der Lage an genau dem Ort gebaut wo es heute ist. Nach Feng Shui ist das nämlich ein äußerst vorteilhafter Platz.
In Tokyo baute man somit um den Biwa See (Shinobazu Teich) Kyoto nach. So gibt es Kiyomizudera (Kiyomizu Kannon-do) und den Hiei-zan Enryoku-ji Tempel (Tōei-zan Kan’ei-ji Tempel).
Der vorher erwähnte Toshogu Schrein ist natürlich besonders für diejenigen interessant, die es auf ihrer Japanreise nicht nach Nikko schaffen.
Zwar gibt es in Ueno keine drei berühmten Affen und keine schlafende Katze, aber natürlich viele Laternen und ein mit Gold verziertes Tor.
Trotzdem, wer es schafft sollte Nikko besuchen. Vor allem im Sommer versprüht das Grab von Tokugawa Ieyasu ein ganz besonderes, etwas schauriges Flair.
Es gibt übrigens noch mehr Toshogu Schreine in Japan. Mindestens zwei weitere befinden sich in der Präfektur Shizuoka und warten darauf von meinem Mann und mir besucht zu werden.
Auf dem Gelände des Kan’ei-ji gab es insgesamt sechs Mausoleen von Tokugawa Shogunen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten blieben die vom 4. Shogun Ietsuna, und die des 5. Shoguns Tsunayoshi.
Direkt neben dem Toshogu Schrein befindet sich der Päonien Garten, der auch winterblühende Päonien beherbergt. Für einen saftigen Eintrittspreis zur Saison im Winter von 700¥ habe ich mir das aber noch nie angetan. Geht man außerhalb der Saison kostet der Spaß 500¥.
Man merke, dass der Eintritt in einen der großen und berühmten Gärten Tokyos normal nicht mehr als 300¥ kostet.

Die Kiyomizudera Nachbildung, die meiner Meinung nach übrigens nicht die hübscheste in Tokyo ist (das ist eine in Ochiai), blickt auf den „Biwa See“. Davor findet man die berühmte Kiefer Tsuki no matsu, die im Kreis gewachsen ist und so schon auf einem Holzschnitt von Hiroshige zu sehen.
Allerdings ist es nicht die gleiche Kiefer wie damals, es wurde 2012 eine neue gepflanzt.
Unterhalb der Kiyomizu Kannon-do liegt der Shinobazu Teich mit einer Insel in der Mitte. Diese wurde später in den Teich gebaut und der Insel Chikubu im Biwa See nachempfunden. Genau wie beim Original befindet sich auf ihr ein Schrein für Benzaiten, eine shintoistische wie auch buddhistische Gottheit, die ihren Ursprung in der indischen Göttin Sarasvati hat.
Der Teich ist besonders schön wenn die vielen Lotus blühen oder wenn sie im Winter ihre Saatstände in den Himmel recken.

In der Nähe findet man eine Nachbildung der Glocke, die früher in Edo die Zeit angab, und das Gesicht des Daibutsu, des großen Buddhas, der hier einmal stand.

Für diejenigen, die die Taiga-dorama auf NHK verfolgen, ist möglicherweise noch die Statue von Saigō Takamori interessant.
Dieser ist Hauptcharakter des diesjährigen (2018) Doramas und diente als Vorlage für „Last Samurai“ mit Tom Cruise.
Saigō ist einer der Leute, die bei dem Sturz des Shogunats eine große Rolle gespielt haben.

Ueno Park Karte
Klicken für Wege mit Treppen.

Der Park mit Kinderwagen:
Leider wurde der Kan’ei-ji damals auf dem Shinobu ga oka Hügel gebaut und somit erstreckt sich der Park über mehrere Ebenen.
Viele direkte Wege führen nur über Treppen und man muss Umwege nehmen um zum Beispiel vom Bahnhof Ueno aus den See oder den Inari Schrein zu erreichen.
Sehenswürdigkeiten wie das Buddhagesicht bleiben einem gleich ganz verwehrt und der Zugang zum Toshogu ist sehr sehr holprig.
Obwohl es im Park überall Toiletten gibt, auch Multifunktionstoiletten, sind nicht alle mit einem Wickeltisch ausgestattet.
Die vorhandenen Wickelmöglichkeiten empfehle ich nicht, da eng und nicht klimatisiert.
Geht am besten ins Tokyo Bunka Kaikan, die Konzerthalle. Die Toiletten können von jedem genutzt werden und es gibt gleich zwei geräumige Toiletten mit Möglichkeiten zum Wickeln oder Stillen.
Es gibt einen kleinen Kinderspielplatz nahe des Haupteingangs zum Ueno Zoo (auf der rechten Seite).

Der Beitrag zum Park ist nun schon so lang geworden (und ich musste mich schon bremsen, ich könnte noch Romane zum Thema Kimon und Urakimon des Edo Schlosses verfassen), deshalb verschiebe ich den Zoo auf demnächst!

Details:
Anfahrt:
via Bahnhof Ueno

    JR:

  • Yamanote Linie
  • Keihin-Tohoku Linie
  • Joban Linie
  • Utsunomiya Linie
  • Takasaki Linie
    Keisei:

  • Keisei Hauptlinie Endbahnhof
    Shinkansen:

  • Akita
  • Joetsu
  • Hokuriku
  • Tohoku
  • Yamagata
  • Hokkaido

Alle Bahnhöfe sind mit Fahrstühlen ausgestattet.

via Bahnhof Nezu

  • Chiyoda Linie

via Bahnhof Yushima

  • Chiyoda Linie

via Bahnhof Ueno-hirokoji

  • Ginza Linie

via Bahnhof Ueno-Okachimachi

Öffnungszeiten und Eintrittspreise:
Der Park hat immer geöffnet und kostet keinen Eintritt.
Zoo, Bootverleih, Museen und der Toshogu Schrein haben ihre eigenen Öffnungszeiten und Preise.
Es gibt ein Kombiticket für den Päoniengarten und den Toshogu Schrein (1100¥).

Die Tōbu Tōjō Linie (mit Kinderwagen)

Tōbu Tōjō Linie
via to-jo.info

Mit der Tōbu Tōjō Linie musste ich als Praktikantin immer fahren.
Sie verbindet das nördliche Saitama mit Tokyo und ist vor allem für diejenigen interessant, die einen Ausflug nach Kawagoe machen möchten.

Diese Linie verbindet Ikebukuro mit Shinrinkōen (Yorii), bzw. Ogose, denn in Sakado spaltet sie sich zur Ogose Linie und zur Hauptlinie auf.

Die meisten Stationen der Linie verfügen über einen Fahrstuhl oder sind quasi ebenerdig.
Auch geeignete Toiletten gibt es fast immer.

  • TJ03 Shimoitabashi ist nur Richtung Ikebukuro zugänglich.
  • TJ13 Asakadai verfügt über keinen Fahrstuhl. Bei Bedarf werden für Rollstuhlfahrer drei Stufen der Rolltreppen (nach oben zum Gate und nach unten zur Straße) flach gestellt. Dafür gibt es einen speziellen Rufknopf an der Rolltreppe. Hier muss man erklären, was man möchte!
  • TJ34 Tōbu-takesawa verfügt nicht über eine Multifunktionstoilette.
  • TJ36 Hachigata hat keinen Fahrstuhl.
  • TJ37 Tamayodo hat weder Fahrstuhl noch passende Toiletten.

Auf der Ogose Linie ab Sakado sieht es aus wie folgt:

  • TJ41 Ipponmatsu ist Richtung Sakado ebenerdig und verfügt nicht über passende Toiletten.
  • TJ46 Bushū-karasawa hat keine Toiletten.

Leider verkehren auf der Tōbu Tōjō Linie zu viele unterschiedliche Modelle an Zügen, so dass man zum Platz für Kinderwagen und Rollstühle keine gute Aussage machen kann.
Hier ist wohl das beste Rezept ganz vorne oder ganz hinten einzusteigen oder wenn möglich die Yurakucho- bzw. Fukutoshin Linie zu benutzen wenn man es übersichtlicher möchte.